Ohne Limit - 2011 - FILMREPORTER.de
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© Concorde Filmverleih

Film: Ohne Limit

OriginaltitelLimitless
AlternativThe Dark Fields
GenreThriller
Land & Jahr USA 2011
Kinostart    14.04.2011 (Concorde Filmverleih)
FSK & Länge ab 16 Jahren • 105 min.
RegieNeil Burger
DarstellerBradley Cooper, Robert De Niro, Abbie Cornish, Anna Friel, Johnny Whitworth, Robert John Burke
Homepage http://www.ohnelimit-derfilm.de
Links IMDB

Inhalt

Eddie Morras (Bradley Cooper) ist Schriftsteller, doch mit der Inspiration für seinen ersten Raman hapert es ein wenig. Die nötige Eingebung sucht er in Bars und auf den Straßen New Yorks. Als ihn auch noch seine Freundin Lindy (Abbie Cornish) verlässt, verliert er den letzten Rest von Motivation und Inspiration. Die Rettung aus seiner Misere kommt in Gestalt seines alten Freundes Vernon (Johnny Whitworth). Dieser bietet dem frustrierten Autor eine Leistungsdroge namens NZT an.

Tatsächlich bewirkt die Pille ein kleines Wunder, denn schon nach kürzester Zeit kann Eddie sämtliche Kapazitäten seines Gehirns nutzen. Seinen Roman bringt er innerhalb weniger Stunden fertig, außerdem lernt er rasend schnell neue Sprachen und beim weiblichen Geschlecht kann er mit seinem jetzt unwiderstehlichen Charme auftrumpfen. Doch die Pille hat Nebenwirkungen. Setzt man sie ab, leidet man unter unerträglichen Kopfschmerzen, nimmt man sie regelmäßig, machen sich zunehmend Gedächtnislücken bemerkbar. Langsam wird Eddie klar, auf welch ein gefährliches Spiel er sich eingelassen hat.

Kritik

"Ohne Limit" basiert auf Alan Glynns Roman "Stoff". Wie die Vorlage, so mutet auch die Adaption in der Grundidee fantastisch und futuristisch an. Trotzdem war Regisseur Neil Burger um eine realistische Darstellung der Prämisse bemüht. "Ich wollte, dass die Geschichte absolut glaubwürdig war, sie sollte realistisch wirken", so Burger in einer Pressemitteilung. "Aber ich wollte auch in Eddies Verstand eindringen, um zu zeigen, wie er mit der Droge die Welt wahrnimmt, wie er Informationen verarbeitet und was es wirklich bedeutet, so klug zu sein".

Dazu entwickelte der Filmemacher ein formales Konzept, dass sich an die unterschiedlichen psychischen Verfassungen des Protagonisten orientiert. So sind die 'nüchternen' Passagen mit einer Handkamera, normalen Brennweiten und einer etwas "schmutzig wirkenden Lichtsetzung" (Burger) fotografiert. Mit den Drogenzuständen Eddies werden die Bilder geschliffener, die Kamera wird kontrollierter, das Licht weicher. Außerdem entwickelte Burger mit seinem Kameramann Jo Willems ein technisches Verfahren, mit der die durch den Drogenkonsum bedingte größere Wahrnehmung der Figur visualisiert wird. Um die Illusion einer 360 Grad umfassenden Wahrnehmung darzustellen, wurden mehrere Kameras gleichzeitig eingesetzt, deren Aufnahmen später zu einem einzigen Bild montiert wurden.

Visuell macht sich Burgers ausgefeiltes Konzept bezahlt. So wird die erhebende Stimmung des Protagonisten während seines Sinnesrausches ebenso greifbar wie das emotionale Tief, das er beim Nachlassen der Wunderdroge verspürt. Dramaturgisch hätte die Prämisse einer Droge, die das kognitive Leistungsvermögen des menschlichen Gehirns ins Unermessliche steigert, allerdings mehr Potential gehabt. Die Möglichkeiten, die sich dem Protagonisten bieten, werden leider nur angedeutet. So verläuft der Film vor allem in der zweiten Hälfte in konventionellen Bahnen. Als kurzweiliger Thriller überzeugt das Werk dennoch bis zum Schluss. Das liegt nicht zuletzt an Hauptdarsteller Bradley Cooper, der sich seit der Komödie "Hangover" als gefragter Leinwanddarsteller etabliert hat und mit "Ohne Limit" diesen Status überzeugend untermauert.

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Ohne Limit

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Bewertung
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7,8 10 (5 User)
6,0 (Filmreporter)
Anzahl Userkommentare: 1

Meinungen

Ich kann mich der Meinung des Redakteurs Carlos Corbelle nur anschließen. Interessante Idee, dessen Potential aber bei der Umsetzung nicht völlig ausgeschöpft wird. Trotzdem... mehr

10.05.2012 10:55 Uhr - BillyBob

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