RSS SUCHE
KINOPROGRAMM LOGIN

Filminfo

© Naxos

Michael Nyman - Composer in Progress

OriginaltitelMichael Nyman - Composer in Progress
AlternativMichael Nyman in Progress
GenreDokumentarfilm
Land & JahrDeutschland 2010
RegieSilvia Beck
DarstellerMichael Nyman, Steve Reich, Volker Schlöndorff
Links IMDB
Inhalt/Kritik
Awards
Meinungen
News
Trailer
Galerien
Kritiken
Interviews
Features
Gewinnspiel
Forum
im Kino

Inhalt

Der 66-jährige Michael Nyman sieht wie der klassische Intellektuelle aus. Er blickt durch seine Woody Allen-Brille auf die Noten, und nickt dann den Streicherinnen zu. Der Komponist sitzt am glänzend polierten Steinway. Schon bewegen sich seine Hände über die Tasten. Sie spiegeln sich im Flügellack. Der Komponist, seine Arbeit und sein Leben steht im Zentrum der Dokumentation "Michael Nyman - Composer in Progress". Als er für Jane Campions "Das Piano" 1993 die Musik komponiert, ist noch keine einzige Szene abgedreht. Er hat sich hingesetzt und aus dem Nichts heraus Musik geschaffen.

Volker Schlöndorff macht im Interview die Faszination von Nymans Musik fast greifbar. Sie gefällt vielen Regisseuren, weil sie wach macht und durch einzelne, unerwartete Disharmonien eine dichte atmosphärische Spannung schafft. 1996 vertont Nyman Schlöndorffs Drama "Der Unhold". Trotz der Erfolge bleibt sein Schaffen nicht auf den Film begrenzt, er schreibt Opern und sucht immer wieder nach neuen Inspirationsquellen für seine Arbeit.

Kritik

Regisseurin Silvia Beck zeigt in ihrer Dokumentation "Michael Nyman - Composer in Progress" verschiedene Rollen von Michael Nyman. Sie zeigt ihn als Privatmenschen, der auf der Suche nach seinen familiären Wurzeln im Melderegister einer polnischen Kleinstadt nach seiner Vorfahren sucht. Sie stellt natürlich auch den Künstler Nyman vor, der sich intellektuell und emotional mit der Musik auseinandersetzt, die ihn prägt. In seinem Londoner chaotischen blauen Komponierzimmer erzählt er von seiner Suche nach dem eigenen, unverwechselbaren Stil. Nyman erklärt anhand kurzer Klavierbeispiele, wie er sich das schnelle Tempo und das Staccato - eines seiner Stilmerkmale - bei Mozarts Registerarie abgeschaut hat. Er habe die Klassik, insbesonders den Barock und die Komponisten Purcell und Händel immer im Hinterkopf.

Wenn seine Musiker über ihn sprechen, stellen sie Nyman als musikalischen Leiter vor. Von seinen Bläsern verlangt er die totale Verausgabung. Das schnelle und besonders laute Spiel ist so anstrengend, dass sich manche Posaunisten schon die Lippen blutig bliesen. Eine Geigerin klagt über das rasante Tempo, das zu Sehnenscheiden-Entzündungen in der Spielhand führe. Aber die Kollegen loben auch den demokratischen Stil ihres Chefs, der Stücke gemeinsam mit seinem Orchester entwickelt. Konzertmitschnitte aus dem Hallenser Studio zeigen The Michael Nyman Band bei der Arbeit. Schnell schrauben Saxophon, Flöte, Blechbläser, Streichquartett und Bassgitarre und der Flügel die Töne immer höher bis sie fast schrill und ekstatisch werden und dann abrupt enden.

Lena Pauli/Filmreporter.de

Bewertung

Bewertung
0122334455667788991010
0,0 (0 User)

Meinungen

Es gibt noch keine Userkritik!

Amazon

Bücher, DVDs oder das neue Heimkino für Ihren Filmgenuss
© 2012 Filmreporter.de
{*debug*