| Originaltitel | Jasmin | |
| Genre | Drama | |
| Land & Jahr | Deutschland 2011 | |
| Kinostart | 14.06.2012 (Camino Filmverleih) | |
| FSK & Länge | ab 16 Jahren• 88 min. | |
| Regie | Jan Fehse | |
| Darsteller | Anne Schäfer, Wiebke Puls | |
| Homepage |
http://www.jasmin-derfilm.de |
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| Links | IMDB | |
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Bewertung (Skala: 1-10)
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Jasmin (Anne Schäfer) hat ihre kleine Tochter getötet. Nun befindet sie sich in einer psychiatrischen Einrichtung. Ein Gespräch mit Dr. Feldt (Wiebke Puls) soll den Tathergang klären und die Frage beantworten, wie es dazu kommen konnte. Die versierte Ärztin dringt zu den entscheidenden Stationen des Lebens Jasmins vor. Diese hat als Kind den Tod ihres Vaters erlebt. Zur Mutter hat sie seither ein gespaltenes Verhältnis.
Im Laufe der Gespräche thematisieren Jasmin und Dr. Feldt auch Männerbeziehungen. Auch hier erlebt die junge Frau Enttäuschungen. Mit 17 Jahren verliebt sie sich in einen Musiker, der sie aber bald mit einem Groupie betrügt. Auch die Beziehung zum Vater des Kindes scheitert. Jasmin eröffnet schließlich ein Café. Als dieses Bankrott geht, steht sie mit ihrem kranken Kind auf der Straße. Notgedrungen muss sie zu ihrer Mutter ziehen. Jasmin entwickelt zum ersten Mal den Wunsch, sich umzubringen - und ihre Tochter mit sich zu nehmen.
"Jasmin" ist ein eindrückliches Kammerspiel, das die Tat und deren Vorgeschichte nicht visualisiert, sondern ausschließlich über die Schilderung der Protagonistin reflektiert. Auf diese Weise entsteht das Leben in seiner ganzen Mannigfaltigkeit ganz im Kopf des Zuschauers. Durch die 'Darstellung' der kausalen Zusammenhänge der Tragödie möchte Jan Fehse die Täterin nicht von ihrer Schuld freisprechen. Vielmehr will er Aufklärungsarbeit leisten, darauf aufmerksam machen, dass hinter jeder Tat auch eine schreckliche Geschichte stecken kann. Damit nimmt er der Frau aber auch das Monströse. Den Mord hat keine psychisch abnorme Persönlichkeit begangen, sondern ein ganz normaler Mensch, der sich von seinen Lebensumständen dazu getrieben sah.
In der Titelrolle brilliert Anne Schäfer. Ihr gelingt es, die Verzweiflung ihrer Figur nuanciert zum Ausdruck zu bringen. Auch Wiebke Puls überzeugt in ihrer Rolle. Feinfühlig verkörpert sie das emotionale Spektrum eines Menschen, der sich hinter der Rationalität seines Berufs versteckt, angesichts der Umstände aber doch menschliche Regungen zeigt. Dass Dr. Feld im Vergleich zu Jasmin dennoch etwas blass geraten ist, liegt nicht an Puls, sondern an der konzeptionellen Entscheidung der Autoren. Jasmin" ist ein unter die Haut gehendes Drama, das erschüttert und zur Diskussion anregt.

Jan Fehse setzt in "Jasmin" zwei Personen in ein Zimmer und lässt sie über die Vergangenheit sinnieren. Mehr passiert in seinem Drama nicht. Und doch ist... weiter
Zwei Frauen sitzen sich in einem kalten, ungastlichen Raum an einem Tisch gegenüber. Wiebke Puls stochert als Psychiaterin Dr. Feldt in der Seele und den... weiter