| Originaltitel | Crimes and Misdemeanors | |
| Genre | Komödie | |
| Land & Jahr | USA 1989 | |
| Kinostart | 01.03.1990 (20th Century Fox) | |
| FSK & Länge | ab 12 Jahren• 104 min. | |
| Regie | Woody Allen | |
| Darsteller | Martin Landau, Woody Allen, Anjelica Huston, Mia Farrow, Claire Bloom, Alan Alda | |
| Links | IMDB | |
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Bewertung (Skala: 1-10)
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Der angesehene New Yorker Arzt Judah Rosenthal (Martin Landau) ist seit 25 Jahren verheiratet. Seit zwei Jahren hat er mit seiner Geliebte Dolores (Anjelica Huston) eine Affäre. Die will endlich reinen Tisch machen und droht, Ehefrau Miriam (Claire Bloom) über ihr Verhältnis aufzuklären. Zudem will sie eine Unterschlagung, in die Judah verwickelt ist, öffentlich machen. Das würde den Arzt ruinieren, also wendet er sich verzweifelt an seinen kriminellen Bruder Jack (Jerry Orbach). Der bietet ihm an, Dolores gegen bare Münze beseitigen zu lassen. Judah nimmt den Vorschlag an und stellt so sein ganzes Leben auf den Kopf. Filmemacher Cliff Stern (Woody Allen) übernimmt aus Geldnot den Auftrag, ein Porträt seines verhassten Schwagers, des eitlen TV-Produzenten Lester (Alan Alda) zu produzieren. Er hofft, damit seine Dokumentation über den Philosophen Professor Levy (Martin S. Bergmann) finanzieren zu können. Produktionsassistentin Halley Reed (Mia Farrow) ist begeistert von dem Projekt - und Cliff ist begeistert von ihr. Hinter dem Rücken seiner Frau Wendy (Joanna Gleason) macht er sich an sie heran.
Gewohnt virtuos komponiert Woody Allen aus mehreren Geschichten eine unterhaltsame Reflexion über Schuld, Begehren und Verantwortung. Der Kontrast zwischen der bitteren Rosenthal-Story und dem geschwätzigen Cliff-Stern-Plot geht stimmig auf in Allens leichtem filmischen Tonfall. Als inhaltlicher Leitfaden kommentieren Professor Levys philosophische Anmerkungen aus Cliffs Dokumentation komisch und weise den existentialistischen Hintergrund des Geschehens. Zwischen der Schwere der Thematiken und der Komik der Figuren perfekt ausbalanciert, gehört "Verbrechen und andere Kleinigkeiten" sicher zu Woody Allens gelungensten Werken. Getragen von langsamen Bildern und stimmungsvoll eingesetzter Musik huldigt der Film einmal mehr einem sehr altmodischen Kino. Und fügt ihm doch mit stupender Erzählfreude immer neue Nuancen hinzu.
