| Originaltitel | Koi no tsumi | |
| Genre | Drama | |
| Land & Jahr | Japan 2011 | |
| Kinostart | 19.07.2012 (Rapid Eye Movies) | |
| FSK & Länge | ab 18 Jahren• 144 min. | |
| Regie | Sion Sono | |
| Darsteller | Miki Mizuno, Makoto Togashi, Megumi Kagurazaka, Kazuya Kojima, Satoshi Nikaido, Ryûju Kobayashi | |
| Homepage |
http://www.koi-tumi.com |
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| Links | IMDB | |
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Bewertung (Skala: 1-10)
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Izumi (Megumi Kagurazaka) ist mit einem Schriftsteller verheiratet, dem sie als treue und fürsorgliche Gattin jeden Wunsch von den Lippen abliest. Um der Leere ihres tristen Alltagslebens zu entfliehen, lässt sie sich von einer Modelagentur zu einem Nacktshooting überreden. Als dieses sich als Pornodreh entpuppt, ist Izumi zunächst schockiert, entdeckt jedoch bald ihre Lust am Verbotenen.
Enthemmt stürzt sie sich in sexuelle Abenteuer, bis sie im Rotlichtmilieu Tokios die Prostituierte Mitsuko (Makoto Togashi) trifft. Wie Izumi, führt auch Mitsuko ein Doppelleben. Tagsüber hält sie als Literaturdozentin Vorlesungen in der Universität, nachts erfüllt sie die erotischen Fantasien von Männern. Zwischen den beiden Frauen entsteht ein Abhängigkeitsverhältnis, das allmählich die Abgründe ihrer beider Existenz offenbart.
Sion Sonos "Guilty of Romance" bildet nach "Love Exposure" (2008) und dem auf wahren Begebenheiten beruhenden "Tsumetai nettaigyo" (2010) den Abschluss seiner "Hass"-Trilogie. Darin ergründet der japanische 'agent provocateur' in formal bestechender Weise die Abgründe der menschlichen Psyche. Die Filme handeln von Menschen, die in gesellschaftlichen Zwängen gefangen sind und deren Lebensverzicht schließlich in grenzenloser Gewalt kulminiert, wobei sich diese entweder nach Außen ("Tsumetai nettaigyo") oder gegen sich selbst ("Guilty of Romance") richtet.
Die schockierenden Gewaltakte sind dabei nicht Selbstzweck, sondern der konsequente formale Ausdruck einer fragwürdigen Welt. Im Kontrast zur Einheit von Inhalt und Form steht die für Sono typische formale Verspieltheit, die sich nicht zuletzt durch zahlreiche Zitate und intertextuelle Verweise äußert. So klingt "Guilty of Romance" motivisch und thematisch an Franz Kafkas "Das Schloß" an, während die exzessiven Gewaltmomente ein wesentliches Element des New French Extremism aufgreift.
