| Originaltitel | Unter Frauen | |
| Genre | Komödie | |
| Land & Jahr | Deutschland 2012 | |
| Kinostart | 20.09.2012 (NFP marketing & distribution) | |
| FSK & Länge | ab 12 Jahren• 101 min. | |
| Regie | Hansjörg Thurn | |
| Darsteller | Sebastian Ströbel, Alexandra Neldel, Fahri Yardim, Grit Böttcher, Elena Uhlig, Martin Brambach | |
| Homepage |
http://www.UnterFrauen-derfilm.de |
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| Links | IMDB | |
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Bewertung (Skala: 1-10)
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Alex (Sebastian Ströbel) ist ein Schürzenjäger, wie er im Buche steht. Mit der Moral hapert es bei dem ewigen Draufgänger jedoch ein wenig. Mehrere Affären gleichzeitig zu haben ist für ihn weder ungewöhnlich noch bedenkenswert. Zu seinem Leidwesen sind seine Eroberungen da anderer Meinung. Als sie Alex' falsches Spiel durchschauen, verbünden sie sich und schmieden einen teuflischen Plan.
Als der Schwerenöter nach einem Unfall wieder zu sich kommt, findet er sich in einer Welt wieder, die ausschließlich von Frauen bevölkert wird. Im Grunde wäre dies das Paradies für den Womanizer, gäbe es da nicht ein kleines Problem. Alex wird von den Frauen nicht als Mann, sondern als Frau wahrgenommen. Zum Glück findet Alex in Silvio (Fahri Yardim) bald seinen besten Kumpel, der sich allerdings ebenfalls als Frau entpuppt und Silvia heißt. Alex zweifelt zunehmend an seinem Verstand. Doch dann begegnet er der hübschen Paula (Alexandra Neldel), die ihm den Kopf verdreht.
Ein Mann mit festzementiertem Welt- und Selbstbild macht durch eine unerklärliche Begebenheit einen Wandlungsprozess durch. Dieses Konzept, der das fantastische Element mit dem Komödiengenre verknüpft, hat sich in Hollywood in den letzten Jahren immer wieder als Erfolgsmodell erwiesen. In "Was Frauen wollen" macht Mel Gibson eine Wandlung durch, nachdem er durch einen Stromschlag die Gedanken der Damen hören kann und muss. Durch seine vorübergehende Gabe erkennt der notorische Macho, dass Frauen mehr sind, als er sie bis dahin wahrgenommen hat.
In "Family Man" verkörpert Nicolas Cage einen Misanthropen, der eines Tages als verheirateter Vater zweier Kindern aufwacht und dadurch die Bedeutung menschlicher Wärme kennenlernt. In "Der Biber" spielt erneut Mel Gibson einen depressiven Familienvater, den eine Stoffpuppe zurück ins Leben führt. Auch "Unter Frauen" nimmt das fantastische Element zum Katalysator einer Selbstfindung des Helden. Dabei setzt die Komödie wie ihre Vorbilder weniger auf ein überraschendes Ende, als dass sie vielmehr genüsslich die Streitereien der Protagonisten durchexerziert. Dass es dabei thematisch wieder um klischierte Rollenbilder geht und der Film auch motivisch zu keiner Eigenständigkeit findet - von Männern in Frauenkleidern bis hin zum unter die Gürtellinie gehender Humor wird kein Stereotyp ausgelassen -, ist dagegen bezeichnend für die mangelnde Originalität des deutschen Mainstream-Kinos.
