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Am Ende eines viel zu kurzen Tages

OriginaltitelDeath of a Superhero
AlternativSuperhero
GenreDrama
Land & Jahr Deutschland/Irland 2011
Kinostart30.08.2012 (NFP marketing & distribution)
FSK & Länge ab 12 Jahren• 97 min.
RegieIan Fitzgibbon
Darsteller Thomas Brodie-Sangster, Andy Serkis, Sharon Horgan, Michael McElhatton, Aisling Loftus, Ned Dennehy
Homepage http://www.kurzer-tag-derfilm.de/
Links IMDB
Bewertung (Skala: 1-10)
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Redaktion:6.0

Film: Inhalt

Der fünfzehnjährige Donald (Thomas Sangster) ist an Krebs erkrankt. Um seiner aufgestauten Wut Luft zu machen, stellt der Schüler so manchen Unfug an. Nicht selten wird er nach nächtlichen Ausflügen von der Polizei nach Hause gebracht. Ein weiteres Ventil ist Donalds Faible fürs Zeichen. Der talentierte Teenager kreiert sich eine eigene Welt, in der er zum Superhelden mutiert. Dessen Gegner sind düstere Gestalten, die Donald immer wieder daran erinnern, dass er dem Tode nahe ist.

Die Melancholie ihres Kindes veranlasst Donalds Eltern, ihn zu Psychologe Dr. Adrian King (Andy Serkis) zu schicken. Zunächst stößt dieser bei seinem neuen Patienten auf Granit. Doch nach und nach öffnet sich Donald doch. Als er die hübsche Shelly (Aisling Loftus) kennenlernt, tritt Donalds Erkrankung etwas in den Hintergrund. Endlich hat er wieder die Möglichkeit, sein Leben zu genießen...

Film: Kritik

Mit dem Thema 'Krebs' setzen sich immer wieder Filme auseinander. In diesen findet häufig eine positive Entwicklung der Protagonisten statt. Nachdem der Krebs diagnostiziert wurde, sind die Betroffenen zunächst entsetzt, verzweifelt, traurig oder wütend. Dann entwickeln die Figuren einen starken Drang zum Überleben beziehungsweise zum Auskosten der verbleibenden Zeit, so wie Jack Nicholson und Morgan Freeman in "Das Beste kommt zum Schluss".

Die meisten derartigen Filme haben trotz des gezeigten Leides letztlich eine lebensbejahenden Grundstimmung. Das trifft auch auf Ian Fitzgibbons Drama "Am Ende eines viel zu kurzen Tages" zu. Ohne übertriebene Sentimentalität dafür aber einer guten Prise Humor zeigt die Geschichte, wie schwer es einem Pubertierenden fällt, neben seinen Alltagssorgen auch noch mit einer lebensbedrohlichen Krankheit zurechtkommen zu müssen. Der Protagonist durchläuft mehrere Stationen, bis er festztellt, dass es Dinge gibt, für die es sich zu leben lohnt. Dafür reicht oft, was sich jeder Teenager am Sehnlichsten wünscht: eine feste Beziehung. Auch optisch kann die Inszenierung überzeugen. Die Zeichnungen, mit denen Donald sein Schicksal verarbeitet, werden als Animationen in die Erzählung eingeflochten. Die martialischen Comicfiguren spiegeln eindrucksvoll die Ängste und Hoffnungen des Protagonisten wieder. Trotz des insgesamt positiven Eindrucks von "Am Ende eines viel zu kurzen Tages" ist so manches Element nur allzu bekannt. Die Therapieszenen erinnern sehr an "Good Will Hunting".

Am Ende eines viel zu kurzen Tages

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