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Fucking Different XXX

OriginaltitelFucking Different XXX
GenreKompilation, Pornographie
Land & JahrDeutschland 2012
Kinostart09.02.2012 (Moviemento)
FSK & Länge 94 min.
RegieÉmilie Jouvet, Maria Beatty, Bruce LaBruce
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Inhalt

In der Filmreihe "fucking different!" sind in den letzten Jahren mehrere Kurzfilmkompilationen entstanden. Die Grundidee ist einfach: lesbische Filmemacherinnen drehen Filme über schwules Leben und Sexualität, schwule Regisseure inszenieren Kurzfilme mit lesbischen Darstellerinnen.

"Fucking Different XXX" setzt sich aus acht explizit pornographischen Episoden zusammen. Bekannte schwule und lesbische Filmemacher wie Maria Beatty, Manuela Kay, Bruce LaBruce und Todd Verow suchen sich hierfür ihre Sujets und Drehorte frei aus. Ziel ist stets, Sexualität unverkrampft, spielerisch und humorvoll zu inszenieren. In den durchaus pornographischen Episoden werden Sexspiele mit Bällen, Früchten und Fäusten, Quickies auf Discotoiletten oder Sex im Darkroom inszeniert.

Der Berliner Produzent und Regisseur Kristian Petersen koordiniert die Reihe. Er unterrichtet seit 2003 Dokumentarfilm und seit 2009 den Studiengang Visual and Media Anthropology. Auch er steuert zu "Fucking Different XXX" eine Episode bei. Für die anderen hat er Regisseure verpflichtet, die seit Jahren im Bereich des schwul-lesbischen Films arbeiten. Alle geben der Sexualität in ihren Werken einen breiten Raum.

Courtney Trouble trägt zu "Fucking Different XXX" die Episode "anchor anatomic" bei. Die Amerikanerin prägte den Begriff Queer Porn für besonders authentische Pornographie. Damit will sie sich vom kommerziellen Mainstream-Porno absetzen. Trotzdem wurde sie bereits dreimal für den bekanntesten Filmpreis der Branche, den Adult Video News Award, nominiert. Für die Reihe "fucking different!" steuert sie hier erstmals eine Episode bei.

Kritik

Der kreative Grundgedanke ist durchaus interessant. Lesbische Regisseure porträtieren schwules Leben, schwule Regisseure porträtieren lesbisches Leben. Diese Herangehensweise enthält das Versprechen eines frischen Blicks auf die schwul-lesbische Sexualität. So sieht es in der Theorie aus. "Fucking Different XXX" ist in dieser Hinsicht eher ernüchternd. Der episodische Porno bietet inhaltlich nichts Neues, was angesichts der fehlenden Handlung nicht überrascht. Die Trennung zwischen Porno und Kunst ist schwierig.

Wie trennen die Juristen zwischen Kunst und Porno? Laut dem Oberlandesgericht Düsseldorf handelt es sich bei Pornographie um "grobe Darstellungen des Sexuellen, die in einer den Sexualtrieb aufstachelnden Weise den Menschen zum bloßen, auswechselbaren Objekt geschlechtlicher Begierde degradieren. Diese Darstellungen bleiben ohne Sinnzusammenhang mit anderen Lebensäußerungen und nehmen spurenhafte gedankliche Inhalte lediglich zum Vorwand für provozierende Sexualität." Diese Formulierung wird in Urteilen zu vermeintlich pornographischen Medien häufig herangezogen. Die Definition wirft Fragen auf, wenn man einen Film wie "Fucking Different XXX" zu beurteilen hat.

Auch inszenatorisch ist der Film jedoch schwach. Machart, Kameraführung, Kulissen und Beleuchtung sind ziemlich holprig. Eingebunden in einen tieferen emotionalen Zusammenhang sind die sexuellen Begegnungen nicht. Dennoch setzt sich "Fucking Different XXX" ein wenig vom Standard-Masturbationsfutter des kommerziellen Pornos ab. Denn die Regisseure verlieren ihre Darsteller nie aus den Augen. Zitternde Gliedmaßen, das lustvolle Erleben sind ihnen ebenso wichtig wie Penisse, Vaginen und After. Fraglich ist jedoch, ob das Ergebnis den Gang ins Kino lohnt.

Michael Domke/Filmreporter.de

Fucking Different XXX

Bewertung

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3,0 (Filmreporter)

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