| Originaltitel | Salvation Boulevard | |
| Genre | Komödie, Thriller | |
| Land & Jahr | USA 2011 | |
| FSK & Länge | 96 min. | |
| Regie | George Ratliff | |
| Darsteller | Isabelle Fuhrman, Jennifer Connelly, Marisa Tomei, Pierce Brosnan, Ciarán Hinds, Ed Harris | |
| Links | IMDB | |
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Bewertung (Skala: 1-10)
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Noch keine Userkommentare Redaktion:6.0
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Dan Day (Pierce Brosnan) ist leidenschaftlicher Pastor in einer beschaulichen Kleinstadt. Dank seiner Überzeugungskraft gehen die Menschen in großer Zahl in die Kirche. Zu seinen Schafen zählt auch Carl (Greg Kinnear), der Drogen und sexuellen Ausschweifungen tapfer entsagt hat, um ein neues, gottgefälliges Leben zu beginnen. Mit Gwen (Jennifer Connelly) hat er auch dafür die richtige Frau an seiner Seite.
Nach einer Podiumsdiskussion, bei der sich Dan mit Universitätsdozent Dr. Paul Blaylock (Ed Harris) ein Rededuell liefert, kommt es zu einem tragischen Unfall. In Anwesenheit Carls erschießt der Geistliche aus Versehen Dr. Blaylock. Damit seine Karriere keinen Schaden nimmt, fordert Dan den frommen Carl auf, für ihn zu lügen. Doch so leicht ist der verheerende Unfall nicht aus der Welt zu schaffen...
Ein großer Teil der US-amerikanischen Gesellschaft bekennt sich zu einem sehr konservativen, fundamentalistischen christlichen Lehre. Das nach eigenem Bekunden vom Freiheitsgedanken des Einzelnen getragene Land ist in religiösen und moralischen Fragen aber gar nicht liberal. Themen wie Homosexualität und Abreibung werden in vielen Staaten äußerst rückständig betrachtet.
Manche Hollywoodfilme trauen sich immerhin, religiöse Fanatiker und engstirnige Ansichten durch den Kakao zu ziehen. So geschehen in "Dogma", in dem Ben Affleck und Matt Damon als gefallene Engel ihr Unwesen treiben. Auch George Ratliffs "Wer's glaubt, wird selig - Salvation Boulevard" parodiert religiöse Vernarrtheit. Pierce Brosnan gibt gekonnt den verlogenen Prediger, der zumindest bis zum ersten Wendepunkt der Geschichte in Ed Harris einen würdigen Gegenspieler hat.
Dazu gesellt sich noch Greg Kinnear als zunächst naiver Spielball Brosnans. Dessen Versuch, sich gegen den perfiden Plan des Pastors zur Wehr zu setzen, ist nicht ohne Hintersinn inszeniert. Auf diese Weise entlarvt die Komödie die Scheuklappen-Mentalität der Fundamentalisten, etwa wenn es darum geht, die eigene Religion und ihre irdischen Vertreter zu hinterfragen. Trotz des Staraufgebots und der gekonnten Provokation zünden nicht alle Gags. Der Komödie fehlt es an den großen Pointen. Schade auch, dass Ed Harris so schnell von der Bildfläche verschwindet. Dieser glänzt wie so oft in einer Nebenrolle, von der man als Zuschauer gerne noch mehr gesehen hätte.
