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Little Thirteen

OriginaltitelLittle Thirteen
GenreDrama
Land & Jahr Deutschland 2012
Kinostart05.07.2012 (X Verleih)
FSK & Länge ab 12 Jahren• 90 min.
RegieChristian Klandt
Darsteller Isabell Gerschke, Gerdy Zint, Joseph Konrad Bundschuh, Chiron Elias Krase, Antonia Kanischtscheff, Gisa Flake
Links IMDB
Bewertung (Skala: 1-10)
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Redaktion:6.0

Film: Inhalt

Die Sexualität im Zeitalter von Internet und Handy wird immer öfter in zeitgenössischen Filmen behandelt. Zuletzt zeigte Steve McQueen in "Shame", wie Sex nicht nur die Persönlichkeit eines Menschen bestimmen, sondern auch zur zerstörerischen Besessenheit werden kann. Auch in Christian Klandts "Little Thirteen" geht es um Sexualität als Kompensation. Anders als McQueen stellt er nicht einen Erwachsenen in den Mittelpunkt der Handlung, sondern zeigt, wie Teenager mit dem Thema umgehen. Dabei hat der Regisseur einen ähnlich nüchternen Film geschaffen, wie sein britischer Kollege. Er zeigt das Bild einer Gesellschaft, für die Sexualität zum Ersatz für verbindliche Beziehungen und Emotionen geworden ist.

Film: Kritik

Christian Klandts Abschlussfilm an der Filmhochschule Potsdam-Babelsberg zeigt die Wirklichkeit von Jugendlichen, wie sie der Regisseur bei seiner langen Recherche vorgefunden hat. Er zeigt junge Menschen, für die ihre Sexualität identitätsstiftend geworden ist. 'In der Schule bin ich nicht anerkannt, aber im Bett werde ich gebraucht und da habe ich mich perfektioniert. Heutzutage wollen die Mädels wissen, wie man dem Typen perfekt einen blasen kann. Sie nehmen sich komplett zurück', so zitiert Klandt in einer Pressemitteilung seine Protagonisten.

Unter der Oberfläche des Körperkults und des hedonistischen Lebensgefühls schlummert indes die Sehnsucht der Jugendlichen nach Geborgenheit und Stabilität - sei es in einer stabilen Beziehung oder einer familiären Harmonie. So indifferent und gefühlskalt sich Klands junge Helden einerseits geben, werden sie andererseits von einem moralischen Kern zusammengehalten. Lukas (Joseph Konrad Bundschuh) hat trotz Geldnot Skrupel, seine Freundin gewinnbringend für ein privates Pornovideo auszunutzen. Charly (Antonia Kanischtscheff) treibt nicht nur Pragmatismus an, einen geeigneten Vater für ihr ungeborenes Baby zu finden, sondern auch der Wunsch nach Nähe und Sicherheit. Sie will einen Mann haben, sagt sie einmal, der das Kind und sie beschützt. Und auch hinter Sarahs (Muriel Wimmer) wildem Treiben, steckt nicht mehr, als die Suche nach dem richtigen Lebenspartner. Gerade an dieser Figur verdichtet Klandt den latenten Idealismus der heutigen Jugend, der in jener Szene am eindrücklichsten zur Geltung kommt, als sich ihre Mutter bei einer rauschenden Party ins Bett von Sarah und Lukas legt. Während die ältere ihre moralischen Bedenken fahren lässt und sich hemmungslos ihrer Lust hingibt, ahnt die Jüngere, dass das 'nicht richtig ist'.

So sehr Klandt auf Abstand zu seinen jungen Protagonisten geht, so sehr kommt seine moralische Haltung immer dann zum Vorschein, wenn er die Kamera auf die Erwachsenenwelt richtet. In schonungslos direkten und authentischen Bildern macht der Regisseur klar, dass die jungen Menschen heute oft erwachsener sind, als die an Lebensjahren Erwachsenen. Die Orientierungslosigkeit und Ohnmacht der Kinder haben ihre Ursachen in der verfehlten Erziehung ihrer Eltern. Diese sind immer weniger bereit, ihrer Verantwortung nachzukommen, sodass die Kinder auf sich selbst gestellt sind.

Charlys Mutter (Gisa Flake) ist in einem lähmenden, lethargischen Zustand erstarrt, ihr einziger Lebensmittelpunkt ist ein Puzzle. Das ist ein symbolisches Bild, denn im Spiel versucht die verzweifelte Frau, Ordnung zu schaffen, was der geschiedenen Mutter dreier Kinder im wahren Leben immer weniger gelingt. Sahras Mutter (Isabell Gerschke) kann sich nicht damit abfinden, dass ihre Jugend vorbei ist. Anstatt Vorbild für ihre Tochter zu sein, sie zu führen und zu lenken, sucht sie nach Bestätigung, indem sie sich mit Sarah gleichstellt.

"Little Thirteen" mag kein großer Wurf sein. Dafür weist das Drama zu viele Längen auf und ist formal nicht mutig genug. Thematisch ist Kladt ein eindringliches Werk gelungen, das zum Nachdenken über die Generationen und die Facebook-Generation anregt.

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Christian Klandt zeigt in seinem Abschlussfilm "Little Thirteen" die Wirklichkeit heutiger Jugendlicher, für die Sexualität zum Mittelpunkt des Lebens geworden ist. mehr

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Christian Klandt zeigt in seinem Abschlussfilm "Little Thirteen" die Wirklichkeit heutiger Jugendlicher, für die Sexualität zum Mittelpunkt weiter...
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