Woody Allen: A Documentary - 2011 - FILMREPORTER.de
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Film: Woody Allen: A Documentary

OriginaltitelWoody Allen: A Documentary
AlternativAus der Reihe: American Masters
GenreDokumentarfilm, Biographie
Land & Jahr USA 2011
Kinostart    05.07.2012 (NFP marketing & distribution)
FSK & Länge ab 0 Jahren • 117 min.
RegieRobert B. Weide
DarstellerWoody Allen, Letty Aronson, Antonio Banderas, Marshall Brickman, Josh Brolin, Dick Cavett
Links IMDB

Inhalt

Seit seiner Kindheit ist Woody Allen vom Kino fasziniert. Er wächst in Brooklyn auf und verbringt hier seine Nachmittage am liebsten in einem der vielen Kinos. Als Schüler verdient er sich sein Taschengeld als Gagschreiber, dann als Autor einer Fernseh-Show. Seine Manager Jack Rollins und Charles H. Joffe erkennen schließlich sein Bühnentalent und zwingen ihn mehr oder weniger, als Standup-Comedian aufzutreten. Allen macht sich schnell einen Namen.

Sein erster Auftrag aus Hollywood ist das Drehbuch für "Was gibt's Neues, Pussy?", darauf folgt die Regie bei "What's Up, Tiger Lily?". Hier macht er die negativste Erfahrung seiner Karriere und beschließt nie wieder einen Film zu machen, über den er nicht die völlige Kontrolle hat. Bei Drehbuch, Casting, Regie und Schnitt will er sich von niemandem reinreden lassen. Bei seiner Arbeit halte er sich an das Prinzip der Quantität. Wenn er so viele Filme wie möglich mache, werde schon irgendwann ein guter dabei sein. Und wenn nicht, sei es ihm auch egal, sagt er im Film. Ist das nur Koketterie oder meint er das ernst? Man weiß es nicht. Aber das ist auch egal, denn entweder mag man Woody Allens Filme oder eben nicht.

Kritik

Die Dokumentation von Robert B. Weide ist wie die Filme von Kollege und Protagonist Woody Allen: angenehm unterhaltend. Die Szenen, in denen Allen selbst erzählt wechseln in lockerer Folge mit denen, in denen über ihn gesprochen wird. Unterlegt ist die Dokumentation natürlich immer wieder mit Szenen aus seinen bekanntesten Filmen wie "Der Stadtneurotiker", "Manhattan" und "Vicky Cristina Barcelona". Ein besonderes Highlight sind die Ausschnitte seiner Auftritte als Standup-Comedian sowie in Talkshows. Noch schöner wäre es allerdings gewesen, wenn der Filmemacher selbst häufiger zu Wort gekommen wäre. Aber natürlich ist es auch nett zu sehen, mit wem dieser in seiner über 40 Jahre währenden Karriere alles gearbeitet hat.

Die Kommentare seiner Wegbegleiter verkommen ein wenig zur Lobhudelei. Wirklich spannend wird es erst, wenn Allen selbst erzählt. Er scheint seinen Filmfiguren so ähnlich zu sein, wie man es als Kinogänger schon immer vermutet hat. Etwas neurotisch, ziemlich ungeduldig, der Welt gegenüber ablehnend, dabei aber trotzdem unglaublich sympathisch. So erfährt man, dass er seine Texte und Drehbücher seit über 40 Jahren auf der gleichen Schreibmaschine schreibt. Die hat er sich gekauft, als er noch zur Schule ging. Die Abdeckung fehlt, aber ansonsten funktioniert sie tadellos. In einer Schublade neben seinem Bett bewahrt er seine Ideensammlung auf. Eine Zettelwirtschaft, die ihresgleichen sucht. Notizen hingekritzelt auf zerkrumpelten Blättern aus Notizblöcken oder Hotelrechnungen. Die geht er immer wieder durch und überlegt, welche Idee er als nächstes weiterverfolgen könnte. Das ist es doch, woran der Zuschauer teilhaben möchte: am kreativen Schaffensprozess Woody Allens, dem die Ideen anscheinend nur so zufliegen. Weide ist es gelungen, dem Publikum einen kleinen Einblick in seine Welt zu geben.

Woody Allen: A Documentary

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