Mini's First Time - Mein erster Mord - 2006 - FILMREPORTER.de
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Film: Mini's First Time - Mein erster Mord

OriginaltitelMini's First Time
GenreKomödie, Krimi
Land & Jahr USA 2006
FSK & Länge 91 min.
RegieNick Guthe
DarstellerAlec Baldwin, Nikki Reed, Carrie-Anne Moss, Jeff Goldblum, Luke Wilson, Svetlana Metkina
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Inhalt

Mini (Nikki Reed) leidet unter den Eskapaden ihrer Mutter Diane (Carrie-Anne Moss). Die anstrengende Diva tut nicht viel, sie trinkt allerdings viel, nimmt Drogen hat verschleißt einen Liebhaber nach dem anderen. Die 18-jährige Mini flüchtet sich in ein möglichst aufregendes Leben. Sie beginnt, bei einem Escort-Service zu arbeiten. Als sich einer ihrer Kunden als Stiefvater Martin (Alec Baldwin) entpuppt, verführt sie den deutlich älteren Mann.

Martin und Mini beginnen eine heiße Affäre und genießen die Gefahr, jederzeit von Diane erwischt werden zu können. Als eine von Dianes Freundinnen mit ihrem Lieblingsmasseur ins Bett steigt, droht Minis endgültig zusammenzubrechen. Genervt von ihrem Verhalten fassen Martin und Mini einen perfiden Plan: sie wollen Diane in den Wahnsinn treiben und in eine geschlossene Anstalt einweisen lassen. Als die Situation eskaliert und die Amateur-Verbrecher einen Mord begehen, geraten sie selbst in Gefahr. Ermittler Garson (Luke Wilson) erweist sich als äußerst hartnäckig.

Kritik

Gesellschaftssatire hat so ihre Tücken. Auf der einen Seite muss man nah genug an der Realität bleiben, um der satirischen Überhöhung Relevanz zu verleihen. Auf der anderen Seite müssen die Beobachtungen messerscharf seziert werden, um das Absurde des Alltags offenzulegen. Besonders schwer wird es, wenn die oberen Zehntausend im Mittelpunkt einer solchen Satire stehen. Denn dann muss der Durchschnittszuschauer zunächst die Lebenswelt der Figuren kennen lernen.

"Mein erster Mord" versucht diese Hürde zu überwinden, indem Figuren und Plot so schmierig wie möglich dargestellt werden. Von der koksenden Carrie-Anne Moss über den angeberischen Nachbarn Jeff Goldblum bis hin zur Hauptdarstellerin Nikki Reed gelingt dies den Schauspielern ziemlich gut. Auch Alec Baldwin überzeugt mit einer Mischung aus Arroganz, Deprimiertheit und wachsender Überforderung. Gemeinsam schafft es das Ensemble eine Vielzahl von Situationen entstehen zu lassen, die nah an der Grenze zum Zynismus sind.

Damit sind die überzeugenden Merkmale des Films aber auch schon aufgezählt. Vor allem die unantastbare Hauptfigur Mini verhindert vom ersten Moment an eine Identifikation des Zuschauers mit dem Film. Ihr fehlt die kalte Manipulationsgabe, mit der Neve Campbell den doch recht ähnlichen Thriller "Wild Things" Leben eingehaucht hat. Minis allgegenwärtige Voice-Over-Monologe wirken viel zu gelangweilt, um so etwas wie Spannung aufkommen zu lassen.

Einige gelungene Momente sind durchaus sehenswert, auch wenn die Satire das Prädikat durchschnittlich nie abschütteln kann.

Mini's First Time - Mein erster Mord

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