| Originaltitel | El hijo de la novia | |
| Genre | Komödie | |
| Land & Jahr | Argentinien/Spanien 1998 | |
| Kinostart | 26.12.2002 (Movienet Film) | |
| FSK & Länge | ab 0 Jahren• 123 min. | |
| Regie | Juan José Campanella | |
| Darsteller | Ricardo Darín, Héctor Alterio, Norma Aleandro, Eduardo Blanco, Natalia Verbeke, Gimena Nóbile | |
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Bewertung (Skala: 1-10)
User:8.0
Anzahl User:5
Noch keine Userkommentare Redaktion:8.0
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Dem geschiedenen Restaurantbesitzer und Workaholic Rafael (Ricardo Darín) ist jede Fähigkeit abhanden gekommen, eine menschliche Beziehung zu führen. Was ihm an Mitgefühl für seine blutjunge Geliebte fehlt, investiert er in sein Handy, die einzige feste emotionale Größe seiner Existenz. Ein Herzinfarkt krönt die Rastlosigkeit wie eine bittere Quittung, deren zwangsweise krankhafter Verlauf absehbar war. Fortan ist Rafael den längsten Tag vor sich weggelaufen, er entschließt sich dazu, sich selbst und damit ein würdevolles Dasein zu finden. Sein rüstiger Vater hat sich zudem in den Kopf gesetzt, die kirchliche Trauung mit seiner an Alzheimer erkrankten Gattin nachzuholen. Rafeal muss nicht nur die problematischen Verhältnisse mit seinen Erzeuger meistern, sondern auch ein lästiges Bürokratenmarathon bestehen, das sich vor die Hochzeit seiner Eltern geschoben hat.
Juan José Campanella hat sich einiges vorgenommen, um den furiosen Lebenswandel seines Protagonisten alltagsnah in Szene zu setzen. Augenfällig die präzisen Wortwechsel, die das Lebensgefühl tragikomisch auf den Punkt bringen. Zwischen augenzwinkernder Hektik und besinnlichen Momenten besteht ein direktes Verhältnis vom Handeln und Denken der Hauptfigur. Die ernstzunehmende Komödie nimmt die schnell wechselnden Freuden und Leiden seiner Bestandsaufnahme mit viel Herz und Charme auf, lacht Schicksalsschlägen ins Gesicht und erzeugt permanent gute, menschelnde Laune, wie es ein derartiger Film sollte, aber eben selten schafft. Trotz mancher Beschönigungen, insbesondere in Bezug auf das Alter, gelingt es, sowohl immense Bodenhaftung und alltagsweltliche Realität einzufangen und dennoch gleichzeitig in Unbeschwertheit zu erblühen.