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Jazzclub - Der frühe Vogel fängt den Wurm

OriginaltitelJazzclub - Der frühe Vogel fängt den Wurm
GenreKomödie
Land & JahrDeutschland 2003
Kinostart01.04.2004 (Senator Film Verleih)
FSK & Länge 90 min.
RegieHelge Schneider
DarstellerHelge Schneider, Andreas Kunze, Hans Werner Olm, Susanne Bredehöft, Jimmy Woode, Pete York
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Inhalt/Kritik
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Inhalt

Fischverkäufer Teddy Schu (Helge Schneider) ist Jazzmusiker. Seiner tyrannischen Frau Jacqueline (Susanne Bredehöft) passt das überhaupt nicht ins Konzept. Weil das Geld hinten und vorne nicht reicht, hat Teddy gleich mehrere Nebenjobs angenommen. Er liest bettlägerigen Menschen Johannes-Mario-Simmel-Romane vor, beglückt als Callboy ältere Damen und trägt im strömenden Regen Zeitungen aus. Im Jazzclub macht er allabendlich Musik mit Schlagzeuger Howard (Pete York) und Bassist Steinberg (Jimmy Woode). Sehr zum Leidwesen des darüber wohnenden Herren (Norbert Losch), der seine Wut über den Krach gern mit aus dem Fenster geworfenen Blumentöpfen dokumentiert. Jazzclub-Besitzer Willi (Horst Mendroch) und sein stummer Bruder Theo (Andreas Kunze) haben Geldsorgen - wenn sich das Blatt nicht schnellstens wendet, wird der Club schließen müssen. Als Willi stirbt, tritt der Musikmanager Mies van de Kalb (Nico van Rijn) auf den Plan. Er möchte die Band unter Vertrag nehmen.

Kritik

Helge Schneider wollte eigentlich keine Filme mehr drehen. Nach "Texas - Doc Snyder hält die Welt in Atem", "00 Schneider" und "Praxis Dr. Hasenbein" hatte der passionierte Solist genug von großen Crews, mit denen man sich absprechen muss. Nach Erfolgen mit dem Möhrchenlied und dem Mendy-Wusical bedurfte es schon einer besonderen Inspiration, um Schneider wieder auf die Leinwand zu locken. Die ergab sich bei "Jazzclub" mit einer nachgerade autobiographischen Geschichte: Der Film, der sicher nicht ganz zufällig in Helges Heimatstadt Mülheim an der Ruhr spielt, zeigt den Kampf um eine Karriere als Jazzmusiker - Parallelen zur Biographie des Hauptdarstellers drängen sich da geradezu auf. Schneider behauptet sogar, seinen "Heimatjazzfilm" richtiggehend ernst genommen zu haben, die Realität habe er abbilden wollen. In einem Interview hat er sich gar mit Michelangelo Antonioni verglichen. Das ist natürlich Teil der Show, "Jazzclub" ist selbstverständlich ein Helge-Schneider-Film, genau wie man das kennt. Gedreht in 17 Tagen, komplett improvisiert, mit Schneider in mehreren Rollen und einigen guten alten Bekannten. Andreas Kunze ist wieder mit von der Partie, der in "Texas" Helges Mutter und in "00 Schneider" seine Frau war, Charlie Weiss, der Liebe Gott aus dem "Doc Snyder"-Film und Peter Thoms, der stoische Drummer aus Helges Band Hardcore. Verlässlich wie das Personal jedes Helge-Schneider-Films sind auch die Reaktionen: Die Fan-Fraktion lacht sich sicher wieder schlapp, wenn Helge nur "Gutn Tach" sagt, alle anderen werden wehklagen, was für ein abstruser Müll das doch wieder sei. Ganz nach dem Geschmack des Meisters aller Nonsens-Klassen.

Michael Wopperer/Filmreporter.de

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