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Feature

Keanu Reeves ist weit gereist
Rettet sich die Menschheit vor sich selbst?

Keanu Reeves - Erdenfreund

Klaatu ist wieder da. Der charismatische Repräsentant einer fernen Zivilisation hat der Menschheit erneut keine guten Nachrichten zu übermitteln. Unter der Regie von Scott Derrickson entsteht mit "Der Tag, an dem die Erde stillstand" das Remake des gleichnamigen Science-Fiction Klassikers aus dem Jahr 1951. Mit Hollywood-Schauspielstar Keanu Reeves in der Hauptrolle hat das personifizierte Grauen ganz nebenbei noch eine höchst attraktive Fassade. Fragt sich nur ob man den unheilvollen Machenschaften des außerirdischen Fieslings mittlerweile etwas entgegen zu setzen hat. Dabei spielt Hollywoods Special Effects die entscheidende Rolle.


Der Tag, an dem die Erde stillstand

Der Tag, an dem die Erde stillstand

Zu Beginn der 1950er Jahre kommt ein Science-Fiction Film in die Kinos der das Genre nachhaltig prägt und in Teilen neu definiert. "Der Tag, an dem die Erde stillstand" von Regisseur Robert Wise zählt heute unbestritten zu den Klassikern der Gattung und war einer der ersten kommerziell erfolgreichen Science-Fiction-Filme überhaupt. Vor dem Hintergrund des aufkeimenden Kalten Krieges erlebt der Science-Fiction zu jener Zeit sowohl auf der Leinwand als auch in der Literatur einen produktiven Höhenflug in den USA. Der wissenschaftliche Fortschritt nach Ende des Zweiten Weltkriegs tut sein Übriges, das Genre kann sich ungebremst ausbreiten. Speziell die Jugend zeigt sich begeistert und konsumiert begeistert die Geschichten fern realer Begrenzungspfähle. In den US-amerikanischen Kinosälen dominieren zu dieser Zeit neben Mutationshorrorstreifen vor allem Invasionsfilme, die vom Ende unserer Welt in Folge beängstigend überlegenen außerirdischer Aggressoren erzählen. Wise verändert den Blickwinkel, indem er Spezialeffekte sparsam einsetzt aber erstmals die Landung einer fliegenden Untertasse auf der Erde visualisiert. Die Grundidee seines Werkes basiert auf der Kurzgeschichte "Farewell to the Master" von Harry Bates, die 1940 erstmals in Druck ging. In der Adaption von Wise sind nur noch rudimentäre Querverweise ersichtlich. Bates erhielt seinerzeit übrigens gerade einmal 500 Dollar für den Verkauf der Filmrechte.


Jennifer Connelly und Keanu Reeves in "Der Tag, an dem die Erde stillstand"

Jennifer Connelly und Keanu Reeves in "Der Tag, an dem die Erde stillstand"

Mehr Geld wird 2008 in die Neuauflage investiert. Inhaltlich hingegen geht es ähnlich zu wie vor knapp 60 Jahren. Auf der ganzen Welt tauchen fremdartige Sphären auf und versetzen die verschreckten Erdlinge in Angst und Schrecken. Aus einer der Kleinstwelten erscheint Klaatu (Keanu Reeves) mit seinem Robotergefährten Gort. Klaatu ist Repräsentant einer mächtigen Allianz ferner Planeten. Zunächst verrät der Außerirdische wenig von seinen Absichten. Auf der Erde rätselt man verschreckt, ob der Besucher in guter oder böser Absicht gekommen ist. Endlich gibt er sich als Freund der Erde zu erkennen und warnt die Menschheit vor einer bevorstehenden globalen Katastrophe. Er verkündet: "Wenn die Erde stirbt, dann stirbt die Menschheit. Aber wenn die Menschheit stirbt, wird die Erde überleben." In höchster Eile stellt die US-Regierung ein Team von Wissenschaftlern zusammen, um der außerirdischen Erscheinung und der möglicherweise bevorstehenden Auslöschung durch diese zu entgehen. Zu der Gruppe gehört auch Biologin Helen (Jennifer Connelly), die alsbald einen schrecklichen Verdacht hegt. Verhält sich Klaatu nach außen wie ein Freund, erkennt Helen bald jedoch die tödlichen Konsequenzen seines vermeintlich wohlwollenden Vorhabens. Ihre einzige Möglichkeit die Welt und ihre hilflosen Bewohner zu retten ist, den eigentlichen Aggressor davon zu überzeugen, dass die Menschheit es wert ist, gerettet zu werden. Kein einfaches Unterfangen wenn man weiß wie es auf unserem Planeten tagtäglich zugeht - doch Helen ist von dem Erfolg ihres Vorhabens überzeugt.


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