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Feature

Avatar - Aufbruch nach Pandora
Neue Welt, neuer Körper: "Avatar"

James Camerons spacige "Titanic"

James Cameron ist ein Perfektionist. Der Regisseur versucht, die technologischen Grenzen des Filmemachens zu verschieben. Der Architekt phantastischer Welten macht die digitalen Effekten zu unentbehrlichen Werkzeugen, um seine Visionen auf der Leinwand zu realisieren. Unvergessen, wie sich der T-1.000 in "Terminator 2 - Tag der Abrechnung" in flüssiges Metall verwandelt und seine Gestalt ändert. Oder wie die Titanic ihrem tragischen Ende entgegensteuert. In "Avatar - Aufbruch nach Pandora" erschafft Cameron eine ganz neue Welt - und zeigt uns sein Fantasieuniversum in nie da gewesener Form.


Zoë Saldaña und Sam Worthington in "Avatar"

Zoë Saldaña und Sam Worthington in "Avatar"

Eintauchen in eine fremde Kultur

Wir schreiben das Jahr 2154. Die Menschen haben auf dem Mond Pandora ein kostbares Mineral entdeckt, das die Energieprobleme der Erde lösen könnte. Beim Versuch, sich das kostbare Gut unter den Nagel zu reißen, stoßen sie jedoch auf Widerstand. Die einheimischen Na'vi, blauhäutige Wesen, die eng verwoben mit dem ökologischen System ihrer Welt leben, wehren sich gegen die Ausbeutung ihrer Heimat. Als der querschnittsgelähmte Ex-Marine Jake Sully (Sam Worthington) nach Pandora geschickt wird, um seinen toten Zwillingsbruder zu ersetzen, gerät er zwischen die Fronten. Sein Bewusstsein wird in einen so genannten Avatar transferiert, einen künstlich erzeugten Hybriden aus menschlicher und Na'vi-DNS, um einen der einheimischen Stämme zu infiltrieren. Schon bald gerät Sully in einen schweren Gewissenskonflikt. Je tiefer er in die Kultur der Einwohner eintaucht, desto mehr fühlt er sich ihnen verbunden.


Sigourney Weaver umarmt Erfolgsregisseur James Cameron

Sigourney Weaver umarmt Erfolgsregisseur James Cameron

Schöne neue Welt

Uns Zuschauern geht es in gewisser Weise wie Sully. Der Ex-Marine ist als klassische Identifikationsfigur angelegt. Als solche entdecken wir die fremde Welt von Pandora durch seine Augen. Die dramaturgischen Grundkonstellationen des Filmes sind dabei alles andere als neu. Die Solidarisierung des Helden mit einer fremden Kultur, die sich gegen die Unterdrückung durch seine eigenen Leute wehren muss, wurde auch schon in "Der mit dem Wolf tanzt" oder "Last Samurai" exemplarisch durchexerziert. Das Eintauchen in fremde, phantastische Welten ist ein gängiges Topos der Science-Fiction, insbesondere bei Space Operas wie "Star Wars". Nichtsdestotrotz gelingt Cameron mit "Avatar - Aufbruch nach Pandora" ein besonderes Kunststück. Wenn die weibliche Na'vi Neytiri (Zoë Saldaña) Sully die Schönheit von Pandora zeigt und ihm dadurch begreiflich macht, was die Menschen im Begriff sind zu zerstören, dann bleibt das nicht als Behauptung stehen. Die Schönheit von Pandora wird uns fast in jeder Szene vor Augen geführt. Selbst kleinste Staubpartikel wirken so plastisch, wie man sie auf der Leinwand noch nicht sehen konnten. Cameron tut alles, um das Gesagte visuell zu untermauern. Er beteiligte sich zu diesem Zweck sogar die Entwicklung neue Technologien.


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