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Feature

Postermotiv des Filmfest München 2010
Das war das 28. Filmfest München 2010

Stars und Sternchen an der Isar

Der Vorhang für das 28. Filmfest München fiel an einem strahlend heißen Freitag, den 25. Juni 2010. Mit der spanischen Tragikomödie "Me Too - wer will schon normal sein?" wurde das bis zum 3. Juli dauernde Publikum-Festival eingeläutet.


Mads Mikkelsen

Mads Mikkelsen

Prominente Ehrengäste

Auch dieses Jahr glänzten internationale Gäste aus der Filmbranche mit ihrem Auftritt an der Isarmetropole. Zu den zentralen Figuren zählte mit Sicherheit der dänische Schauspieler und James-Bond-Bösewicht Mads Mikkelsen sowie der iranische Regisseur Abbas Kiarostami. Beide wurden vom Filmfest München als "herausragende Persönlichkeiten des internationalen Filmschaffens" mit einem CineMerit-Award geehrt.

Auch der Komponist und dreifache Oscar-Preisträger Howard Shore sowie der österreichische Regisseur Ulrich Seidl gehörten zu den diesjährigen Ehrengästen. Seidl, dessen filmische Wurzeln tief in der österreichischen Filmtradition verankert sind und der in seinen zum Teil verstörenden Filmen immer wieder Außenseiter der Gesellschaft in den Mittelpunkt stellt, wurde mit einer vollständigen Werkschau gewürdigt. Die erste übrigens, die tatsächlich sein komplettes Werk zeigte.


Das letzte Schweigen

Das letzte Schweigen

Von Amerika bis Asien

Ein weiterer Däne und großer Filmkünstler fand bereits zum zweiten Mal den Weg nach München: Ulrich Thomsen. Er hat seine internationale Karriere dem ersten Dogma-Film zu verdanken: In Thomas Vinterbergs "Das Fest" spielt er jenen Sohn, der seinem Vater, dem Familienpatriarchen, just zu dessen Geburtstagsfest vor versammelter Mannschaft des sexuellen Missbrauchs bezichtigt. Er präsentierte in München "Das letzte Schweigen", einen verstörenden Film indem er einen Pädophilen spielt.

Zu den weiteren Highlights des Festivals gehörte mit Sicherheit auch François Ozon. Der französische Filmemacher stellte sein Drama "Rückkehr ans Meer" vor, eine feinfühlige Auseinandersetzung mit den Themen Tod, Trauer und die Überwindung traumatischer Erfahrungen. Eine französische Koproduktion findet sich auch in Olivier Assayas' bildgewaltigem, fünfeinhalbstündigem Terroristen-Epos "Carlos, der Schakal". Zu guter Letzt ließ es sich US-Regisseur John Hillcoat natürlich nicht entgehen, seine beeindruckende wie düstere Verfilmung von Cormac McCarthys Roman "The Road" persönlich in München dem Publikum vorzustellen.


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