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Nach "Sommer in Orange" bringt Marcus H. Rosenmüller einen weiteren Film binnen eines Jahres in die Kinos. "Sommer der Gaukler" ist eine witzige, vor Fantasie überbordende Komödie, in der Rosenmüller einen komplexen kunsttheoretischen Diskurs in einen äußerst unterhaltsamen Stoff verpackt.
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Dekadente Genies? Emanuel Schikaneder (Max von Thun) und Wolfgang Amadeus Mozart (Florian Teichtmeiste)
Er gehört zu den produktivsten Filmemachern Deutschlands: Marcus H. Rosenmüller. Sieben Kinofilme hat der Regisseur und Drehbuchautor seit seinem von Kritiker und Publikum gefeierten Debüt "Wer früher stirbt, ist länger tot" realisiert. Nun kommt mit "Sommer der Gaukler" der achte in die Kinos, während Rosenmüller bereits an weiteren Projekten arbeitet: der Kriminalkomödie "Pension Freiheit", die er gemeinsam mit Markus Kleinhans inszeniert, sowie dem lang erwarteten dritten Teil seiner "Beste"-Trilogie "Beste Chance". Man kann diesen Arbeitseifer auf eine Besessenheit zurückführen, wie man sie im deutschen Kino zuletzt bei Rainer Werner Fassbinder beobachtet hat. Rosenmüller selbst bezeichnete seine Produktivität indes einfach nur als "ganz normalen Arbeitsehrgeiz".
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Marcus H. Rosenmüller und Hauptdarsteller Max von Thun am Set von "Sommer der Gaukler"
Gattungstechnisch wird Rosenmüller seit dem Erstling in die Kategorie des neuen deutschen Heimatfilms eingeordnet. Neben Regisseuren wie Thomas Kronthaler ("Die Scheinheiligen", 2001), Hans Steinbichler ("Hierankl", 2003) und Stefan Betz ("Grenzverkehr") sind auch seine Filme meist in der bayerischen Provinz angesiedelt. Anders als beim Heimatfilm der 1950er und 60er Jahre ist das Regionale bei Rosenmüller nicht ohne Brüche. Sein Bayern kann von einer bedrückenden Enge sein, in dem sich eine um sich greifende "soziale Kontrolle" (Film-Dienst) vor allem jungen Menschen in ihrem Freiheitsdrang und dem Streben nach Selbstverwirklichung in den Weg stellt. Auf der anderen Seite präsentiert sich die Heimat bei Rosenmüller als überschaubarer Kosmos, dessen 'Bilderbuchlandschaft' dem Menschen innerhalb der um sich greifenden Globalisierung "Geborgenheit, Nähe und Vertrauen bietet" (Film Dienst).
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