© Paramount Pictures
Zeitloser Klassiker des Genres
Next Generation der Science-Fiction
Der Weltraum, unendliche Weiten. Fast zwei Jahrzehnte nach dem Ende der ursprünglichen "
Star Trek: Raumschiff Enterprise"-Fernsehserie mit
William Shatner und
Leonard Nimoy aus dem Jahr 1968 schuf
Gene Roddenberry mit "
Star Trek - The Next Generation" das erste Serien-Spin-Off des kultigen Science-Fiction-Stoffes. Inhaltlich spielen die Abenteuer etwa 100 Jahre nach den Geschehnissen der ersten Serie. Im Mittelpunkt steht die Raumschiff-Crew des mittlerweile fünften USS Enterprise NCC-1701-Modells, das unter der Führung von Captain Jean-Luc Picard (
Patrick Stewart) ebenfalls unterwegs ist, um fremde Welten zu entdecken, unbekannte Lebensformen und neue Zivilisationen.
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Star Trek: Raumschiff Enterprise
Gesellschaftliche Utopie
"Die Menschheit ist erwachsen geworden", sagt Captain Picard einmal zu einem Mann aus dem 20. Jahrhundert. Picard hat gut reden. Schließlich hat die Menschheit in der zukünftigen Welt von "Star Trek" einen Punkt erreicht, an dem sie sich nicht länger von ökonomischen Interessen treiben lässt. Die gemeinsame Verbesserung der Lebensumstände aller Menschen, unter Wahrung der individuellen Freiheit, sich selbst zu verwirklichen - das ist der gesellschaftliche Antrieb seiner Zeit. Doch was soll der Mann aus Picards Vergangenheit davon halten? Wieso sollte er an so eine Zukunft glauben? Wieso sollten
wir daran glauben?
Gene Roddenberrys Science-Fiction-Utopie ist in mehrerlei Hinsicht bemerkenswert. Mit der ersten "
Star Trek: Raumschiff Enterprise"-Serie aus den 1960ern schuf er die humanistische Vision einer zukünftigen Gesellschaft gleichberechtigter Individuen, auf deren Verwirklichung das Werk anhand seiner eigenen Produktionsbedingungen selbst hinarbeitet. So stehen mit James T. Kirk und Pavel Chekov ein Amerikaner und ein Russe Seite an Seite auf der Brücke des Raumschiffs Enterprise, während in der realen Welt der Kalte Krieg zwischen den beiden Staatsmächten im vollen Gange ist.
Die Afroamerikanerin
Nichelle Nichols spielt eine gleichberechtigte Offizierin zu einer Zeit, in der viele die Wahl eines schwarzen US-Präsidenten ein paar Jahrzehnte später für unwahrscheinlicher gehalten hätten, als die Erforschung des Weltraums mit Lichtgeschwindigkeit. Ganz zu schweigen davon, dass sich in "Star Trek" zum ersten Mal eine schwarze Schauspielerin und ein weißer Schauspieler im US-Fernsehen küssen, auch wenn es aufgrund der damaligen US-Zensur bloß angedeutet werden durfte. Dass die Künstler das heute als selbstverständlich geltende auch nur andeuten durften, ist wohl einzig dem als unrealistisch erachteten Science-Fiction-Kontext der Serie zu verdanken.
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Star Trek: The Next Generation - The Next Level - Einblick in die nächste Generation
Philosophie in der Leere des Weltalls
Das fast zwei Jahrzehnte nach dem Ende der ersten "
Star Trek: Raumschiff Enterprise"-Serie entstandene Spin-Off "Star Trek - The Next Generation" besitzt nicht mehr die politische Brisanz, die das Original einst ausgemacht hat. Zwar postulieren die etwa 100 Jahre später spielenden Abenteuer von Captain Picard und seiner Crew auch weiterhin das friedvolle, von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägte Zusammenleben unterschiedlichster Spezies und Kulturen. Allerdings bleiben zeitgeschichtlich bedingte Tabubrüche wie in der Original-Serie aus. Aus künstlerischer Hinsicht hat sich die "Next Generation" gegenüber ihrem Vorgänger allerdings konsequent weiterentwickelt.
Das gilt nicht nur für die visuelle Umsetzung, die aufgrund des hochwertigen Produktionsdesigns und plastisch wirkender Spezialeffekte lange Zeit das Maß aller Dinge im Bereich der Fernseh-Science-Fiction bleibt. Inhaltlich kommt die humanistische Grundhaltung sowie die philosophische Dimension von Roddenberrys Schöpfung in keiner anderen "Star Trek"-Serie, ob davor oder danach, derart zur Geltung. Besonders in der von
Patrick Stewart mit sanfter Autorität und großem Charisma verkörperten Figur Jean-Luc Picards manifestiert sich das in "Star Trek" heraufbeschworene Bild des besonnenen, idealistischen Individuums, das in erster Linie vom Forscherdrang geleitet wird.