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Feature

Volker Schlöndorff
Deutsche Promis in Cannes?

Von Schlöndorff bis Akin

Neben Julia Roberts, Matt Damon, Al Pacino und Catherine Zeta-Jones werden auch viele deutsche Stars und Sternchen an die Côte d'Azur reisen. Sie wollen sowohl auf dem roten Teppich als auch auf der Leinwand glänzen. Volker Schlöndorff und der türkisch-stämmige Hamburger Fatih Akin sind wohl die bekanntesten deutschen Namen. Während Akins Drama "Auf der anderen Seite" im Hauptwettbewerb läuft, zeigt Schlöndorff sein neustes Werk "Ulzhan" in einer Sondervorführung.


Fatih Akin

Fatih Akin

Fatih Akin ist kein Unbekannter in Cannes. 2005 war er Mitglied der Jury. 2007 ist er erneut vertreten, allerdings als Mitkonkurrent seiner prominenten Kollegen im Rennen um die Goldene Palme. Er versucht mit dem Drama über sechs schicksalhafte Begegnungen die 2007er Jury zu überzeugen. Auch Volker Schlöndorff ist an der französischen Riviera ein gern gesehener Gast. Für "Die Blechtrommel" erhielt er 1979 die Goldene Palme. Rund 13 Jahre zuvor wurde er für "Der junge Törless" mit dem Fipresci-Preis ausgezeichnet.

In der Nachwuchs- und Experimentellen Kategorie "Un Certain Regard" feiert der junge Berliner Regisseur Robert Thalheim mit "Am Ende kommen Touristen" seine Weltpremiere. Das Drama erzählt die Geschichte eines Zivildienstleistenden, der sich um einen Überlebenden des Konzentrationslagers von Auschwitz kümmern soll. Filmstudent Nicolas von Wackerbarth präsentiert in der Kurzfilmauswahl "Cinéfondation" sein Werk "Halbe Stunden". Und noch ein junger Deutscher darf sein Können in Cannes dem Publikum zeigen. Der 28-jährige Düsseldorfer Jan Bonny zeigt in der Nebenreihe "Quinzaine des Réalisateurs" seinen ersten Spielfilm. In diesem erzählt er die Geschichte eines Polizisten, der zunehmend die Kontrolle über sein Leben und seiner Ehe verliert.


Ulrich Seidl

Ulrich Seidl

Ein weiterer deutschsprachiger, Landsmann ist in Cannes vertreten. Der 54-jährige Österreicher Ulrich Seidl präsentiert seinen Wettbewerbsbeitrag "Import/Export". Gefürchtet vom einheimischen Publikum und geschätzt von internationalen Kritikern, gilt Seidl spätestens seit "Hundstage" als ein Mann, der sich kein Blatt vor den Mund nimmt und hemmungslos der spießigen Gesellschaft den Spiegel vorhält. Dabei geht er bis an die Schmerzgrenze seiner Zuschauer - und darüber hinaus. So ist auch "Import/Export" ein schonungsloser Beitrag , er thematisiert die Arbeitsmarktsituation in Österreich und Polen.

Andrea Niederfriniger/Filmreporter.de - 15. Mai 2007

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