© Eleventeen Productions, LLC
Mit seiner Dokumentation "The 11th Hour" wagt sich Produzent und Erzähler Leonardo DiCaprio an ein ernsthaftes Thema: Er erzählt von Umweltschmutzung, Naturkatastrophen, dem Ursprung allen Übels - und möglichen Heilsmethoden. Das Ergebnis ist gelungen - und gerade deshalb so schockierend.
© Eleventeen Productions, LLC
Leonardo DiCaprio setzt sich in "11th Hour - 5 vor 12" für die Umwelt ein
Verglichen mit der Geschichte unseres Planeten existiert die Menschheit noch nicht sehr lange, aber der von ihr verursachte Schaden ist bereits verheerend: Überschwemmungen, Dürreepidemien, Rekordregenfälle, verseuchtes Wasser und die höchsten Durchschnittstemperaturen, die unsere Zivilisation je erlebt hart. Unsere Meere sind mit Chemikalien getränkt, 70 Länder haben keine gesunden Wälder mehr und in Amerika sind bereits 95 Prozent der ursprünglich bewaldeten Fläche abgeholzt.
Leonardo DiCaprio, der sich bereits seit 1998 mit einer eigenen Umweltorganisation für Umweltschutz einsetzt, sieht in dem Jetzt-Zustand den letzten Zeitpunkt, an dem sich der ansonsten unweigerliche Niedergang unserer Zivilisation noch abwenden lässt. Nur wenn wir jetzt handeln, können wir die schweren Umweltsünden unserer Vorfahren eindämmen, und vielleicht mit neuartigen Technologien teilweise rückgängig machen.
© Warner
Leonardo DiCaprio in "11th Hour - 5 vor 12"
Als Produzent und Erzähler seiner Dokumentation führte er gemeinsam mit den beiden Regisseurinnen über 70 Interviews mit Wissenschaftler, Experten und Umweltschützern zur Thematik. Aus den über 150 Stunden Material entstand ein 91-minütiger Film, der die Quintessenz der Aussagen zusammenfasst und sie mit malerischen Bildern unserer Erde unterlegt. Diese suggerieren, dass all diese Schönheit sehr bald verblasst sein könnte. Dabei sind sich Vordenker wie der Wissenschaftler Stephen Hawking oder auch der ehemalige Premierminister Michail Sergejewitsch Gorbatschow einig: Nur wenn unsere Gesellschaft anfängt, ihren übermäßigen Konsum zu hinterfragen und sich zu einer Änderung im im Kleinen entschließt, kann sich auch auf globaler Ebene etwas ändern...
Leonardo Di Caprio erzählt mit seiner Dokumentation zwar wenig Neues, schafft es aber auf packende Weise die derzeitige Situation auf den Punkt zu bringen. Die Auswahl der Expertenaussagen wirkt auf den ersten Blick etwas pathetisch, doch verfolgt er damit wohl ein Ziel. Nur wenn die Fakten ein für allemal in das Gedächtnis eines schockierten Publikums eingemeißelt sind, besteht die Chance auf eine nachhaltige Verhaltensänderung. Im Gegensatz zu Al Gore's Dokumentation beschäftigt sich "The 11th Hour" nur sieben Minuten mit dem Thema globale Erwärmung und schafft so ein umfassenderes, globaleres Bild einer Welt am Abgrund. Absolut sehenswert!
Johannes Bonke/Filmreporter.de - 21. Mai 2007
Mit seiner Dokumentation "The 11th Hour" wagt sich Produzent und Erzähler Leonardo DiCaprio an ein ernsthaftes Thema: Er erzählt von Umweltschmutzung, Naturkatastrophen, dem Ursprung allen Übels... mehr
Mit "Das Wunder von Bern" und "Die Päpstin" hat sich Sönke Wortmann als versierter Handwerker des deutschen Kinos erwiesen, der auch vor prestigeträchtigen Großprojekten... weiter
Wir sind nicht allein. In der schwarzen Leere des Weltalls lauern unheimliche Wesen, die nur eines im Sinn haben: Unterwerfung. Bereits zu Beginn gewährt uns Regisseur Joss... weiter
Audrey Tautou spielt in der Tragikomödie "Nathalie küsst" eine junge Frau, die ihren Ehemann bei einem Autounfall verliert. Nach intensiver Trauerzeit stürzt sie sich wieder... weiter