Gegenstand des Gesprächs waren Francos Regiearbeiten "
Francophrenia (Or Don't Kill Me, I Know Where the Baby Is)", "
My Own Private River" und "Idaho", die auf dem Filmfest gezeigt werden. Auf die Frage, warum er als erfolgreicher Hollywood-Schauspieler zwischendurch in der Fernsehserie "
General Hospital" mitgespielt habe, antwortete der 34-Jährige, dass er es mal andersrum machen wollte. Normalerweise würden Darsteller von einer Fernsehserie zum Spielfilm wechseln. Generell habe er an Seifenopern nichts auszusetzen. Im Gegensatz zum Spielfilm würden sie aufgrund ihrer langen Spielzeit über die Möglichkeit verfügen, einzelne Figuren viel ausführlicher zu beleuchten.
In "Francophrenia (Or Don't Kill Me, I Know Where the Baby Is)" kreierte Franco aus seinen Auftirtten in "General Hospital" eine eigenwillige Dokumentation. "My Own Private River" und "Idaho" entstanden in enger Zusammenarbeit mit
Gus van Sant, dem Schöpfer von "
My Private Idaho". Die beiden Regisseure hätten zusammen über 30 Stunden unveröffentlichten Filmmaterials gesichtet, um für Francos Versionen das Richtige zu finden. Anspruchsvolle Independent-Dokumentationen, so Franco, wären für ihn ein Ausgleich für große Hollywood-Produktionen.
Stefan Huhn/Filmreporter.de