Der konservative
Parents Television Council hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder vor vermeintlich jugendgefährdenden Inhalten in den Medien zu schützen. Allerdings wendet sich die Organisation nur selten gegen exzessive Gewaltdarstellungen. Jetzt hat sie sich wegen einer Episode von "Family Guy" an die
Federal Communications Commission gewandt. Diese ist befugt, Sendungen zu prüfen und im Falle von obszönen Darstellungen und nicht jugendfreier Sprache, Bußgelder gegen die Verantwortlichen auszusprechen.
Seth MacFarlane war mit seinen provokanten Zeichentrickserien "Family Guy" und "
American Dad" schon des Öfteren im Visier der prüden Sittenwächter. Im Jahre 2010 musste der Fernsehsender
Fox ein Bußgeld in Höhe von 25.000 Dollar wegen anstößiger Darstellungen in einer "American Dad"-Folge bezahlen. Laut
PTC-Präsident Tim Winter sei es unverantwortlich, dass ein Mann wie MacFarlane Gastgeber der
Oscar-Verleihung 2013 sei. Der Regisseur äußerte sich zu der Kritik gegenüber
PTC schon im Jahr 2008. Er sei doch sehr verwundert, dass sich eine vermeintlich christliche Vereinigung ausschließlich damit beschäftige, andere Menschen zu hassen. Das berichtet die Entertainmentseite
Inside TV am gestrigen Donnerstag, den 4. Oktober 2012.
Stefan Huhn/Filmreporter.de