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ja, endlich ist Batman so, wie ich ihn mir schon immer gewünscht habe - düster und eher ruhig. Und endlich, endlich sieht der Fledermausmann nicht mehr aus wie ein verkleideter Barbie-Ken...
Naja, dass Scott gut historische Schlachten inszenieren kann, sollte ihn noch lange nicht dazu bewegen, solche Geschichten zu machen. Die Kinos sind doch momentan proppevoll mit so ollen pseudo-historischen Filmen, die sich selbst auch immer gleich als DIE historische Dokumentation schlechthin darstellen. Das nervt mich total. Von mir aus sollen sie das Filmemachen lieber sein lassen, als immer nur alte Geschichten, Mythen oder Historisches Hollywood-gerecht aufzukochen und dann das 0815-mässige Produkt dem Publikum vor die Nase zu setzen. Und à propos Ridley Scott: er mag vielleicht seine Kampfszenen nett (langweilig, wie alle anderen auch) darstellen, aber sonst haben er und der Drehbuchautor sich bei diesem Werk nicht wirklich viel Mühe mit Details oder Logik gegeben. Oder war die heutige Altstadt Jerusalems bereits alt, als sie neu war? Und woher stammt der kleine Strauss frischer Rosen für die holde Sylvia mitten in der Wüste von Ibelin, wo eben erst Wasser gefunden wurde? Und von wegen Wasser: Warum ist nicht mal der so grandiose und hochgelobte Papa von unserem neuen Helden darauf gekommen, dass man mit einer Schaufel Wasser finden könnte? Auch, dass der französische Bösewicht so gelassen darauf reagiert, dass seine Frau offensichtlich fremd geht, scheint ein wenig unglaubwürdig, genauso wie die Tatsache, dass sich im Mittelalter ein edler Ritter bei seinem (tschuldigung) Bastard entschuldigen kommt und ihn auch gleich zum Erben macht... Aber eben, das Beste, das man hier im Kino tun kann, ist, das Oberstübchen auszuschalten, sich das Zeug anzuschauen und gleich wieder zu vergessen. Denn bei so einer flachen Geschichte wie bei Königreich der Himmel nützt auch die beste Besetzung nichts - der Film wird nicht gut.
Wieder einmal zieht Hollywood in einen fulminanten Krieg. Tausende von Kriegern in altertümlichen Rüstungen, zu Fuss oder hoch zu Ross tummeln sich auf der Leinwand, die seit LotR obligatorischen Kampftürme imer mit dabei. Und - wie überraschend - plötzlich taucht fast aus dem Nichts (hier: eine französische Schmiede) ein toller, edelmütiger, reinherziger Held auf, der nicht nur die Schlacht gewinnt, sondern auch gleich eine Brücke zwischen den Religionen schlägt. Hallelujah! Überhaupt ist die Geschichte etwa so spannend wie ein Schaumbad. Das arme, arme Milchgesicht Balian verliert Kind und Frau und ist zu Tode betrübt, weil der Liebe beraubt. Ungefähr einen Drittel des Filmes hält er dieses Trauergetue aus. Aber dann, nur etwa zwei Minuten, nachdem der zukünftige Held auf dem Tempelberg pathetisch was faselt von "du lebst in meinem Herzen, bla, bla", stiert der Jüngling auch schon der schönen Sylvia hinterher und rund 10 Minuten später ist deren Ehemann auch schon betrogen. Soviel zum Thema Liebeskummer. Auch sonst strotzt der Film von Ungereimtheiten, immer wieder langweiligen Stereotypen (z.B. der hinterlistige, rotbärtige Franzose) und weiss Gott politisch korrekten Ansprachen, die garantiert kein Mensch zu der Zeit in Jerusalem gehalten hätte. Königreich der Himmel besticht also weder durch eine gute Geschichte, noch durch wahnsinnig brilliantes Spiel. Die Kampfszenen sind zwar ok, wenigstens das muss man Ridley Scott schon lassen, aber so langsam wäre es an der Zeit, mal wieder von den schrecklich langen und abgelutschen epischen Kampf- und Historienfilmen wieder wegzukommen.
M. Night Shyamalan mag vielleicht gut Stimmung erzeugen, die Geschichten, die er erzählt, sind aber leider unbrauchbar. Ausser The Sixth Sense hat er keine Story verfilmt, die irgendwie Hand und Fuss hat und auch einer ganz kleinen logischen Prüfung Stand hält. Sobald man irgendwie auch nur zu denken beginnt, weicht das 'Gruseln' dem Kopfschütteln. Wäre ja nicht so schlimm, wenn wenigstens das Ende irgendwie befriedigend wäre. Alles, wirklich alles wäre besser gewesen als das Ende von Signs. Sogar 'Baywatch' ist ein echtes Meisterwerk dagegen. Vielleicht sollte Shyamalan mal einen Shakespeare lesen, seine Drehbücher gegenlesen lassen und sich von einem (Erzähl-)Profi beraten lassen, bevor er sich ans Werk macht. Das wäre für ihn und für uns besser.
ich hab den Film letzte Woche auf DVD gesehen und ich muss schon sagen: Kitschig, oder???? Die Kulturkreise sind ja schön und gut, aber so ein ganz kleines bisschen Klischeehaft vielleicht???
Die drei tuntigen Raumfahrer aus der Bully-Parade machen einen eigenen Kinofilm. Tönt vielversprechend! Leider garantiert der Film nicht so viele Lacher, wie man sich das erhofft. Viele Gags sind bereits bekannt und immer wieder wird die Brücke zu "Der Schuh des Manitu" geschlagen. Die wenigen noch nicht bekannten, gelungenen Witze machen die Geschichte unterhaltsam. Viel mehr aber auch nicht.
Also dass die Geschichte in der Lateinstunde nicht so superspannend rüberkommt, ist verständlich. Ich finde aber, dass der Film nicht viel spannender erzählt ist. Obwohl die Macher ja einiges verdrehen, weiss man trotzdem immer genau, was in den nächsten Minuten passieren wird. Die möchtegern monumentalen Bilder wirken auch nicht wirklich. Hat vielleicht damit zu tun, dass sie hundertmal im Trailer gezeigt wurden und ein bisschen gar sehr an LotR erinnern. Der einzige Lichtblick bleibt da nur die Besetzung. Doch die schönen Männer können das Werk irgendwie auch nicht retten.
Die Langeweile, die in Nois isländischem Kaff herrscht, steht dem Jungen geradezu ins Gesicht geschrieben. Langeweile ist denn auch Hauptthema des Films. Nebenbei herrscht ein Papa-Sohn Konflikt, die erste Liebe erwacht und es schneit. Der Schnee hilft Noi schliesslich, sein Leben zu ändern, wenn auch anders, als er dies erwartet hatte. Regisseur Dagur Kari hat es geschafft, aus Nichts einen beinahe zweistündigen Film zu machen, der noch nicht mal langweilig ist. Er spickt Nois Langeweile mit so vielen zwischenmenschlichen Konflikten, bis der Zuschauer nicht mehr wirklich merkt, dass es eigentlich immer nur ums Eine geht: Wie komme ich aus diesem Kaff weg? Was bleibt vom Film, ist die Gewissheit, dass Island als nächste Feriendestination gestorben ist.
50 First Dates eignet sich hervorragend für einen Sonntagabend, wo man zu wach ist, um zu schlafen und zu faul um was zu tun. Also hockt man sich in diesen Film, schaltet sein Hirn aus und geniesst. Denn 50 First Dates bietet gute, wenn auch sehr oberflächliche Unterhaltung. Adam Sandler ist lieb (KEIN Tobsuchtsanfall), Drew Barrymore niedlich, die Geschichte obskur und nicht ganz logisch, aber zuckersüss. Und man verlässt das Kino mit einem guten Gefühl, weil die Welt ja eigentlich doch schön ist - einzig ein leichter Zweifel bleibt: ist der dumme Doug wirklich gespielt von Sean Astin oder war das sein böser Zwilling?
In der Liste der Filme, die die Welt nicht braucht, haben Matrix Reloaded und Revolution ihren Platz mit Ehren eingenommen. Matrix war echt revolutionär, leicht paranoid zwar, aber spitze. Aber die zwei Folgefilme sind ja so langweilig und vor allem unlogisch. Die Beteiligten haben sich echt nicht viel überlegt, als sie diese zwei Filme gemacht haben - und schlussendlich haben sie den Mythos ´Matrix´ zerstört damit...