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Er wurde für seine künstlerische Arbeit hoch gelobt. Zugleich wurde er für seine wenig verborgene Homosexualität und seine ambivalente Rolle in der Nazizeit angegriffen. Gustaf Gründgens war eine der schillerndsten Figuren der Theater- und Filmlandschaft der Weimarer Republik und der Nachkriegszeit. Der teuflische "Mephisto" in seiner Inszenierung von Goethes "Faust" machten ihn dennoch unsterblich.
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Gustaf Gründgens als Fürst Metternich
Gustaf Gründgens war einer der wichtigsten wie umstrittensten Regisseure der Nazizeit und unmittelbaren Nachkriegszeit. Als Gustav (mit v geschrieben) Heinrich Arnold Gründgens am 22. Dezember 1899 in Düsseldorf geboren, nannte er sich ab 1925 Gustaf mit f. Zu diesem Zeitpunkt hatte Gründgens bereits erste Erfolge als Schauspieler und Regisseur vorzuweisen. Sein Durchbruch brachte ihm 1924 seine Inszenierung von "Anja und Esther" von Klaus Mann. Der Sohn von Thomas Mann spielte auch neben seiner Schwester Erika Mann und Gründgens selbst die Hauptrollen. Zwei Jahre später sollte Gustaf Erika heiraten. Jedoch wurde die Ehe bereits nach drei Jahren 1929 geschieden, was wohl auch mit Gründgens' Homosexualität zusammenhing.
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Mephisto
Klaus Mann schrieb später den Roman "Mephisto - Roman einer Karriere", der eine Abrechnung mit Gustaf Gründgens, der hier wenig verschleiert Hendrik Höfgen heißt. Dieser wird als homosexueller Karrierist beschrieben, der unter den Nationalsozialisten in großer Gunst steht und eine Scheinehe führt. Interessant ist, dass Manns Vater Thomas ebenfalls schwul war, dies jedoch nie auslebte oder zugab. Von Gründgens war diese Tatsache bekannt, er bat sogar implizit seinen Förderer, den Preußischen Ministerpräsident Herman Göring, als Generalintendant zurücktreten zu dürfen. Dieser lehnte jedoch ab und beschützte ihn von Angriffen des Reichspropagandaministers Goebbels bis zum Zusammenbruch des Dritten Reichs im Jahr 1945. "Mephisto", der Teufel in Johann Wolfgang von Goethes Faust wurde nicht nur der Titel des Schmähromans von Klaus Mann, sondern auch die Paraderolle von Gründgens. Bereits 1932 spielte er ihn mit großem Erfolg am Staatstheater in Berlin. 1955 sollte seine eigene Inszenierung und Darstellung des Mephisto Gründgens unsterblich machen, was auch an der Filmaufzeichnung lag, die bis heute als Maß der Dinge gilt.
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