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RETRO News

Nadja Tiller
Moral des Erfolgs

Nadja Tiller will mehr Geld

Nadja Tiller weiß was sie wert ist. Nach ihrem bahnbrechenden Erfolg im biografischen Drama "Das Mädchen Rosemarie" unter der Regie von Rolf Thiele, fordert sie nun 60.000 Mark mehr Gage pro Film. Wie Der Spiegel am 18. März 1959 berichtet, will die Spezialistin für leichte Mädchendarstellungen für ihren nächsten Film 180.000 Mark. Mit der Begründung, dass sie damit immer noch nicht so reich sei, wie einst Rosemarie Nitribitt.


Nadja Tiller in "Das Mädchen Rosemarie"

Nadja Tiller in "Das Mädchen Rosemarie"

Nadja Tiller als Rosemarie Nitribitt

Für ihre Darstellung der Edelprostituierten Rosemarie Nitribitt erhielt die Österreicherin Nadja Tiller eine Gage in Höhe von 120.000 Mark. Im Biopic geht es um das sagenumwobene Leben der jungen Frankfurter Prostituierten, die erst nach ihrem Tod traurige Berühmtheit erlangte. Das junge Mädchen, aus ärmlichen Verhältnissen, kam in den 1950er Jahren nach Frankfurt, um dort das große Geld zu machen.

Aufgrund ihres guten Aussehens lernte sie den französischen Industriespion Alfons Friber kennen, für den sie im Rotlichtmilieu Wirtschaftsgeheimnisse ausspioniert. Als ihr Wissen zu groß wird, wird sie in ihrer Frankfurter Wohnung ermordet. Nach ihrem Tod hat man ihr jährliches Einkommen auf 100.000 Mark geschätzt. Ob es wirklich so viel war, darf bezweifelt werden.


Nadja Tiller als Hoteldiebin

Nadja Tiller als Hoteldiebin

Weil sie es sich wert ist

Nadja Tiller erhielt die von ihr geforderte Gage. Nach 1958 ging ihre Karriere nämlich erst richtig los. Die zweifache Miss Austria, die ihr Filmdebüt 1949 in "Märchen vom Glück" gab, hat seitdem in mehr als 70 Produktionen mitgewirkt. "Das Mädchen Rosemarie" bescherte ihr allerdings den internationalen Durchbruch. Sie drehte mit Jean-Paul Belmondo, Yul Brynner, Mario Adorf, vielen weiteren internationalen Filmgrößen und galt als eine der attraktivsten Frauen des Filmgeschäfts. Ihr Markenzeichen ist die leicht verrauchte Stimme, die ihr ebenfalls Synchronrollen einbrachten. 1956 heiratet sie Schauspieler Walter Giller mit dem sie zwei Kinder, einen Sohn und eine Tochter hat.

Heute ist sie vor allem als Theaterschauspielerin erfolgreich und hat sich vom Fernsehgeschäft weitestgehend zurückgezogen. 2005 war sie neben Til Schweiger in dem deutschen Roadmovie "Barfuss" zu sehen. Ein Jahr später erhält sie am 30. November 2006 einen Bambi für ihr Lebenswerk.

Belinda Grimm/Filmreporter.de - 8. Februar 2012

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Porträt zu Nadja Tiller

Nadja Tiller

Darstellerin

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Filmplakat zu Das Mädchen Rosemarie

Das Mädchen Rosemarie

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