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Herbert A.E. Böhme als Robinson Crusoe
Herbert A.E. Böhme auf einsamer Insel

Robinson Crusoe lebt

Robinson Crusoe ist nicht nur eine Legende oder ein literarischer Stoff, nein, es gibt diesen Mann wirklich. Er wird verkörpert vom deutschen Schauspieler Herbert A.E. Böhme. Als einziger überlebender Matrose des gesunkenen Kreuzers Dresden vor der chilenischen Küste, strandet er auf dem einsamen Felseneiland Juan Fernandez. Fortan fristet er dort sein Leben und nistet sich ein wie sein berühmter Vorgänger Robinson.

Herbert A.E. Böhme strandet auf einer einsamen Insel

Herbert A.E. Böhme strandet auf einer einsamen Insel

Hartes Dasein auf Crusoe-Insel
Regie bei dem abenteuerlichen Unternehmen führte Arnold Fanck, der seiner Mannschaft einiges abverlangte. Vor Ort auf rund 4.000 Metern Höhe hausten die Filmleute in einfachen Zelten. Alle mussten mit anpacken. Doch die malerische Kulisse der Anden ließ die Strapazen leicht vergessen. Gedreht wurde über ein halbes Jahr, erst auf der Höhe der chilenischen Kordilleren, später im abgeschiedenen Feuerland.

Einfach war es nicht, denn durch die oft ungünstige Witterung konnte das Team manchmal nur für kurze Zeit am Tag drehen. Kameramann Hans Ertl musste zudem drei Wochen lang warten, um für zehn Minuten den beeindruckenden Eisberg Monte Sarmiento ohne Wolken einfangen zu können. Wie der Stern in der Juniausgabe 1939 berichtet, folgt die Premiere des Films am 25. April 1940.

Die fantastische Kulisse des Robinson Crusoe

Die fantastische Kulisse des Robinson Crusoe

Vernetzung historischer Fakten
Nachdem es der Dresden am 7. März 1915 gelang, dem britischen Panzerkreuzer HMS Kent zu entkommen, steuerten sie gen Robinson-Crusoe-Insel, der größten der zu Chile gehörenden Juan-Fernández-Inseln. Trotz der Neutralität des Insel wurden sie von britischen Kreuzern beschossen, sodass der Kapitän der Dresden beschloss, sein Schiff zu versenken, damit es nicht den Feinden in die Hände fiele. Die Besatzung wurde in Chile interniert, einige von ihnen konnten noch während dieser Zeit fliehen, andere kehrten erst nach 1919 nach Deutschland zurück.

Arnold Fancks Abenteuerfilm basiert zwar auf dem Untergang der Dresden. Der Regisseur hielt sich jedoch bei der Umsetzung der Geschichte nicht an die historischen Fakten. Stattdessen lehnt er sich lose an den Robinson-Crusoe-Stoff an.
Andrea Niederfriniger/Filmreporter.de - 29. Mai 2012
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