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Paul Bern begeht Selbstmord
Skandal in Hollywood
Kinoliebhaber sehen in ihren Stars und Sternchen meist nur die guten Seiten des Lebens. Dass Schauspieler aber auch nur Menschen mit ganz alltäglichen Problemen sind, verkennen wir oft. Begeht ein solcher Star zuweilen Selbstmord, so holt uns dieses Ereignis auf den Boden der Realität zurück. So auch, als sich Drehbuchautor und Regisseur
Paul Bern nur wenige Monate nach seiner Eheschließung selbst tötete.
Ehe mit Selbstmord ein Ende bereitet
Berühmt wurde der Regisseur, Produzent und Drehbuchautor durch
Ernst Lubitschs "
Die Ehe im Kreise", für welches er das Drehbuch verfasste. Auch arbeitete er für
Josef von Sternberg, bevor er bei MGM von
Irving Thalberg der erste Assistent wurde. Dort organisierte und überwachte er zahlreiche
Greta-Garbo-Produktionen.
1932 heiratete Bern schließlich die hübsche, aber bedeutend jüngere Schauspielerin
Jean Harlow. Vielleicht machte ihm das Alter zu schaffen, denn angeblich hatte der 44-Jährige Probleme. Nur zwei Monate nach der Eheschließung erschoss sich der erfolgreiche Produzent im Schlafzimmer seiner Frau mit einer 38er Pistole. Er hinterließ auch einen Abschiedsbrief. Darin entschuldigte er sich für die Vorkommnisse in der vergangenen Nacht. Die Polizei nahm daher bei ihren Untersuchungen Potenzprobleme für den überraschenden Selbstmord an.
Mord oder Selbstmord?
Paul Bern war zwar ein großartiger Autor, zu größerer Berühmtheit kam er jedoch erst nach seinem Tod. Als er das damalige Sexsymbol
Jean Harlow heiratete, sah er sich einem zunehmenden Druck der Öffentlichkeit ausgesetzt. Auch war Harlows Familie gegen die Ehe.
Kurz nach seinem Tod kamen Gerüchte auf, Bern habe sich nicht selbst getötet, sondern wurde von einer ehemaligen Liebhaberin ermordet. Der Abschiedsbrief soll auch schon Wochen vorher entstanden sein und gar nicht Berns Handschrift aufweisen. Als die Spekulationen immer stärker wurden, öffnete die Polizei im Jahr 1960 den Fall erneut. Da sie jedoch keine neuen Erkenntnisse gewann, blieb der Fall ungelöst.