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Zeichentrick früher
Die Entwicklung des Zeichentrick

Träume werden wahr

'Zeichentrickfilme sind verfilmte Träume'. So wurden sie 30 Jahre nach ihrer Entdeckung und erstmaligen Produktion beschrieben. Zu Propagandazwecken während des Zweiten Weltkrieges missbraucht, gab es danach viele Kreationen, welche nicht nur Kinderherzen erfreuten. Heute geht der Trend dieses Filmgenres eher in Richtung Computeranimation. Der Stern widmet der Zeichentrickkunst am 25. Dezember 1938 einen Beitrag.
Von  Barbara Mayr/Filmreporter.de,  2. Juli 2012

"Der Handschuh"

"Der Handschuh"

Märchen für große Kinder
Phantastische Erlebnisse mit vermenschlichten Tricktieren, buntfarbige Zauberei mit tanzenden Blumen oder ein Wald, der durch Vogelgezwitscher und Elfenkinder lebendig wird. So werden Zeichentrickfilme im Jahr 1938 beschrieben. Träume werden wahr gemacht. 1908 zeichnete in Frankreich Emile Courtot den ersten Trickfilm. 30 Jahre später entsteht in Deutschland ein neues, farbiges Werk: "Der Handschuh". Eine künstlerische Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung des Zeichners Hans Held produziert den Trickfilm. Der rund 500 Meter lange Farb-Spielfilm besteht aus 20.000 kleinen Bildern. Die verfilmte Fassung der gleichnamigen Ballade - eine der bekanntesten von Friedrich Schiller - dauert 15 Minuten.

Auch aus Amerika, Schweden und England kommen neue gezeichnete Werke. Als die Tonkunst Einzug in der Filmwelt hält, beginnt die Zauberwelt der Fabeltiere zu grunzen, zu zwitschern und zu singen. Bislang hat der Zeichentrickfilm in Deutschland erst ein kleines Gebiet erobert. Hauptsächlich für Werbefilme schaffen heutige Künstler kleine Meisterwerke.

Der Wandel des Zeichentrickgenres

Der Wandel des Zeichentrickgenres

Zeichentrickhelden
Hans Held gründete später sein Trickstudio Babelsberg und arbeitete für die Bavaria. Während des Zweiten Weltkrieges wurden seine Werke allerdings für Propagandazwecke missbraucht. Zu den populärsten Zeichentrickhelden der Geschichte gehören der rosarote Panther, Popeye, Walt Disneys Micky Maus und Tom und Jerry. Die Möglichkeiten im Bereich der Zeichentrickfilme haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Der Fortschritt in der Computertechnologie bringt einen Umschwung mit sich - die Trickfilme werden weniger per Hand gezeichnet, sondern mit Hilfe von Computertechnik animiert.
Barbara Mayr/Filmreporter.de - 2. Juli 2012
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