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Meuterei gegen Humphrey Bogart
Schurke aus Leidenschaft
Das Raubein
Humphrey Bogart gibt mal wieder den Bösewicht. Nachdem wir uns in Kinofilmen wie "
African Queen" und "
Sabrina" an Bogart als grobschlächtigen Frauenhelden gewöhnt haben, kehrt er nun als tyrannischer Kapitän auf die Leinwand zurück. Dabei ist ihm die Rolle in "
Die Caine war ihr Schicksal" wie auf den Leib geschrieben. Der sture prinzipienversessene Kapitän ringt im Film mit dem Marineleutnant Maryk um seine Autorität auf einem Mienensucher. Es kommt zu einer Meuterei.
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Donna Lee Hickey alias May Wynn
Neuer Name für Donna Le Hickey
Die Vorlage für das Justizdrama im Marinemilieu liefert der gleichnamige preisgekrönte Roman von
Herman Wouk. Die weibliche Hauptrolle spielt die junge Sängerin
Donna Lee Hickey. Diese erregte mit dem Film in den USA so viel Aufsehen, dass sie ihren Rollennamen May Wynn künftig als Künstlerpseudonym benutzen möchte. Mit solchen Starruhm kann der alte Seebär
Humphrey Bogart gut umgehen. Schon als Jugendlicher meldete er sich zur Marine - nachdem man ihn wegen schlechten Betragens aus der Schule geworfen hatte. Zu einem Kampfeinsatz im Ersten Weltkrieg kam es allerdings nicht.
Die Legende, Bogarts Narbe an der Oberlippe sei durch einen Granatsplitterbeschuss entstanden, ist erfunden. Nichtsdestotrotz hat sein verwegenes Aussehen sicher dazu beigetragen, ihn zu einem von Hollywoods markantesten Charakterdarstellern zu machen.
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Humphrey Bogart
Zoff mit der Marine
Die Zeitschrift
Gong nennt
Bogart in ihrem Bericht am 6. November 1954 einen von Hollywoods besten Schauspielern. In "
Die Caine war ihr Schicksal" konnte er das eindrucksvoll unter Beweis stellen. Sieben Mal wurde das psychologisch fein austarierte Drama für einen Oscar nominiert. Keinen einzigen gewann es. Auch Bogart ging leer aus. Vielleicht lag es daran, dass die Darstellung des herrischen Kapitäns in den patriotischen Vereinigten Staaten von Amerika nicht unumstritten war. Die Marine ließ die Filmcrew zwar auf dem Mienensucher USS Thompson drehen, verlangte aber einen Hinweis im Vorspann, dass es bei der US Navy niemals eine Meuterei gegeben habe.
Wie so oft brachten auch hier die kontroversen Diskussionen im Vorfeld dem Film viel Publicity ein. "Die Caine war ihr Schicksal" wurde zu Bogarts kommerziell erfolgreichster Arbeit. Leider gehörte er aber auch zu seinen letzten. Kurz nachdem der Film in den Kinos anlief, wurde beim Schauspieler Speiseröhrenkrebs festgestellt. Am 14. Januar 1957 verstarb er. Sein letzter Wunsch war einem Seemann würdig. Leider wurde ihm nicht entsprochen. Bogart hatte darum gebeten, dass seine Asche auf dem Meer verstreut werde.