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Im Gespräch mit Carola Höhn
Liebe auf dem Gutshof
Carola Höhn ist entspannt. Die Schauspielerin lauscht den Klängen aus dem Radio und wird dabei ein wenig wehmütig: "Ja, so wie in diesem Film möchte ich einmal leben, ich habe wirklich Sehnsucht danach. Wir haben wunderschöne Tage in Pyrmont verlebt, auf dem großen Gut zu arbeiten war herrlich!" Aber langsam, wovon spricht die Aktrice denn da? Die braunlockige junge Schönheit plaudert über "
Ferien vom Ich", ihren letzten Film mit Regisseur
Hans Deppe. Die
Filmwelt berichtet in ihrer Ausgabe vom 16. Dezember 1934 über die Komödie.
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Gina Falckenberg in "Ferien vom Ich"
Unerkannter Millionär
"
Ferien vom Ich" handelt von einem Gutshof, auf dem Menschen unterschiedlichster sozialer Herkunft miteinander leben und arbeiten. Sobald sie das Gut betreten, legen sie ihren Titel und ihren Namen ab und nehmen eine neue Identität an. So kommt es auch, dass niemand den reichen Amerikaner Steffenson (
Hermann Speelmans) erkennt. Dieser lebt unter dem Decknamen Walther inmitten der anderen und zieht die Aufmerksamkeit der jungen Eva (
Carola Höhn) auf sich.
Als sie sich in den Burschen verliebt, ist er überglücklich. Vor dem Leben im Gutshof war er sich nie sicher, ob sich seine Freundinnen wirklich für seine Person oder für sein Geld interessieren. Aber jetzt ist alles anders. Der wahren Liebe steht scheinbar nichts im Wege. Doch zu früh gefreut. Eine alte Bekannte von Steffenson, die sich selbst in den adretten Jüngling verguckt hat, mischt sich ein. Sie unterstellt der ahnungslosen Eva, sehr wohl über die Verhältnisse ihres Schwarms im Bilde zu sein. Die Intrigantin schafft es, den Millionär ins Wanken zu bringen. Wird sich am Ende alles zum Guten wenden?
Vom Schauspieler zum Regisseur und zurück
Hans Deppe begann seine Karriere als Schauspieler. Ab 1914 ließ er sich am Max-Reinhardt-Seminar in Wien ausbilden und stand jahrelang auf Theaterbühnen. Sein Filmdebüt feierte er 1930 mit "Gassenhauer" von Lupu Picks. Als Regisseur war er erstmals für "Der Schimmelreiter" tätig, in dem er sich die Arbeit mit
Curt Oertel teilte. Nach dem Zweiten Weltkrieg widmete er sich dem deutschen Heimatfilm, in den 1960er Jahren war er wieder als Schauspieler aktiv. Deppe starb 1969 in Berlin.