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Romy Schneider und Horst Buchholz in "Monpti"
Romy Schneider liebt Horst Buchholz

Ungarischer Maler in Paris

Was tun junge Menschen nicht alles für die Liebe? Im Rausch der ersten heftigen Gefühle sind sie verblendet, flunkern gerne, wenn sie meinen, es müsse sein und erhöhe ihre Chancen. Ebenso macht es auch Romy Schneider in Helmut Käutners Drama "Monpti", als sie sich in Horst Buchholz verliebt. Ein Reporter der Zeitschrift Film und Frau berichtet in der September- Ausgabe 1957 über die tragische Liebesromanze.
Von  Ann-Catherin Karg/Filmreporter.de,  1. Oktober 2012

Romy Schneider in "Monpti"

Romy Schneider in "Monpti"

Tragischer Unfall zerstört Liebesglück
In Paris trifft die junge Näherin Anne-Claire (Romy Schneider) auf einen ungarischen mittellosen Zeichner (Horst Buchholz). Die beiden fühlen sich zueinander hingezogen, Anne Claire nennt den jungen Mann liebevoll Monpti, die Abkürzung von mon petit, was so viele heißt wie "mein Kleiner". Im Eifer des Gefechts lässt sich das arme Mädchen zu einer Lüge hinreißen und behauptet, sie stamme aus reichem Elternhaus. Das Liebesglück zweier junger Menschen nimmt nun leicht und spielerisch seinen Lauf. Nur Anne-Claires Eifersucht treibt ein paar dunkle Wolken über den rosa verhüllten Pärchenhimmel.

Die Katastrophe geschieht, als Monpti hinter die Lüge seiner Liebsten kommt. Er fühlt sich betrogen, provoziert einen Streit, ohrfeigt sie und braust in einem Taxi weg. Mit tränenverschleierten Augen rennt die Bloßgestellte hinter dem Fahrzeug her und kommt dabei unter die Räder eines Autos. Monpti ist verzweifelt, bereut seinen Wutausbruch und will die Geliebte nach ihrer Genesung vor den Traualtar führen. Dafür ist es aber leider zu spät…

Romy Schneider und Horst Buchholz

Romy Schneider und Horst Buchholz

Horst Buchholz frei
Im Film begreift Horst Buchholz zu spät, wer die Liebe seines Lebens ist. Im Privatleben wollte sich der Schauspieler ebenso wenig festlegen. Er war zwar verheiratet und hatte zwei Kinder, war aber auch dem männlichen Geschlecht gegenüber aufgeschlossen. Das Sex-Symbol der 1950er und 1960er Jahre hatte mehrere Affären, eine davon angeblich mit dem italienischen Avantgarde-Regisseur Michelangelo Antonioni.

Anfang der 1960er Jahre spielte er in zwei international erfolgreichen Hollywood-Filmen. Mit Steve McQueen, Yul Brynner und Charles Bronson war er im Kultwestern "Die glorreichen Sieben" zu sehen und Billy Wilder holte ihn für die Komödie "Eins, Zwei, Drei" vor die Kamera. In den 1970er Jahren kehrte "Hotte" nach Deutschland zurück, wo er im Fernsehen und am Theater zu sehen war. Im März 2003 starb er in seiner Geburtsstadt Berlin an einer Lungenentzündung.
Ann-Catherin Karg/Filmreporter.de - 1. Oktober 2012
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