| Geboren | 09. November 1939 | Gestorben | 09. März 1998 |
| Beruf | Darsteller, Regisseur, Drehbuch | ||
Auch wenn Ulrich Schamoni heute fast in Vergessenheit geraten ist, sein Name und seine Filme bleiben immer mit der Aufbruchsstimmung des westdeutschen Films in den 1960er Jahren verbunden. Als Mitunterzeichner des Oberhausener Manifests gehörte er zu jener Gruppe von jungen deutschen Filmemachern, die sich gegen das Mainstreamkino, distanzierten und nach dem Vorbild der französischen Nouvelle Vague eine innovative und kritische Filmkultur anstrebten.
Auch wenn Schamoni nicht die öffentliche Aufmerksamkeit bekam wie Rainer Werner Fassbinder, Werner Herzog, Wim Wenders oder Volker Schlöndorff, hat er dennoch im Filmgedächtnis bleibende Filme realisiert. Sein Spielfilmdebüt "Es", (1966) gilt als erster des neuen deutschen Films überhaupt. Insgesamt hat der 1939 geborene Regisseur mit sechs Kino- und einigen Kurzfilmen ein vergleichsweise schmales Oeuvre hinterlassen. Nach "Es" inszeniert er 1967 "Alle Jahre wieder", der wie der Vorgänger mit mehreren Bundesfilmpreisen ausgezeichnet wird. Es folgen unter anderem "Quartett im Bett" (1968) sowie das skurrile Road Movie "Eins" (1971).
"Abschied von den Fröschen" verfolgt die letzten Lebensjahre des 1998 an Krebs verstorbenen Regisseurs Ulrich Schamoni. Die Dokumentation von Tochter Ulrike Schamoni enthält Aufnahmen, die dieser von sich bis wenige Tage vor seinem Tod machte. Ausschnitte aus seinem Werk vervollständigen den Film.
Die Dokumentation "Abschied von den Fröschen" dokumentiert die letzten Lebensjahre von Ulrich Schamoni. Der Regisseur erkrankte an Leukämie, wobei er den Krankheitsverlauf bis wenige Tage vor seinem Tod im März 1998 mit der Kamera festhielt. Auf diese Weise entstanden 170 Stunden Filmmaterial. Diese Aufnahmen verknüpfte seine Tochter Ulrike Schamoni mit Ausschnitten aus Schamonis Filmen. Entstanden ist dabei ein Film, der nicht nur einen Mann im Angesicht des nahenden Todes zeigt, sondern auch zum Vermächtnis des Filmemachers gehört.
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