In den 1970er Jahren, als das Kino des New Hollywood seinen Höhepunkt und zugleich mit dem Vormarsch des Blockbuster-Kinos seinen Niedergang erlebte, befand sich auch Hal Ashby an vorderster Front der Bewegung, die das amerikanische Erzählkino auf den Kopf stellte. Mit Filmen wie der rabenschwarzen Kult-Komödie "Harold und Maude" (1971), dem zynischen "Shampoo" (1975) sowie dem Anti-Vietnam-Drama "Sie kehren heim" (1978) inszenierte er sich einen verdienten Platz in der Filmgeschichte. Dabei vertrat auch Ashby eine filmästhetische Position, wie sie für das New Hollywood typisch gewesen ist: eine Verbindung altbewährter Genremuster mit einer am europäischen Autorenkino geschulten Formensprache und einer kritischen Haltung zu politischen und sozialen Missständen. Das Gesamtwerk Ashbys, der 1988 mit gerademal 59 Jahren starb, ist schmal geblieben. Knapp ein Dutzend Kinofilme, eine Dokumentation über die Rolling Stones und einige TV-Projekte hat er zwischen 1970 und 1988 realisiert.