Vita
Als Sohn des berühmten Malers
Pierre-Auguste Renoir waren Jean Renoir und seine Brüder als Kinder bevorzugte Modelle ihres berühmten Vaters. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs wurde Jean Renoir vom Film angezogen, der sich gerade in seiner ersten Entwicklung befand. Insbesondere die Arbeiten von
David Wark Griffith und
Charles Chaplin beeindruckten ihn. 1924 führte Renoir das erste Mal Regie.
1937 entstand schließlich seine vielleicht beste Arbeit: "
Die große Illusion". Der Film wurde in den faschistischen Achsenmächten Deutschland und Italien als französische Propaganda verboten. Mit "
Bestie Mensch" (1938) und "
Die Spielregel" (1939) zeigte er sich als Vertreter des
Poetischen Realismus, dessen Regisseure vom Wunsch nach mehr Realitätsnähe und Sozialkritik angetrieben wurden.
Während des Zweiten Weltkriegs floh Renoir nach Amerika und arbeitete in Hollywood. Dort drehte er unter anderem das Drama "
Der Mann aus dem Süden" (1945), mit dem er für den Oscar für die beste Regiearbeit nominiert wurde. 1975 erhielt er den
Oscar für sein Lebenswerk. Der Regisseur starb 1979 in Beverly Hills. Sein Leichnam wurde nach Frankreich überführt und neben dem Grab seiner Familie in Essoyes begraben.