| Geboren | 07. März 1918 | Gestorben | 09. Oktober 1994 |
| Beruf | Regisseur, Drehbuch, Produzent | ||
Rolf Thiele gründete nach seinem Studium der Philosophie und Soziologie gemeinsam mit seinem Studienfreund Hans Abich 1946 die Produktionsgesellschaft Filmaufbau GmbH. Deren erste Produktion war 1949 Wolfgang Liebeneiners Trümmerfilm "Liebe '47". Während Abich als Produzent tätig blieb, wandte sich Thiele seit Beginn der 1950er Jahre dem Beruf des Regisseurs zu. Häufig schrieb er auch die Drehbücher zu seinen Filmen. Von Beginn an war Thieles Interesse an erotischen Sujets offenkundig. Sein Debüt "Primanerinnen" blieb in diesem Punkt noch dezent, während "Das Mädchen Rosemarie" zum Skandalfilm avancierte. Nadja Tiller, die die Rolle der Frankfurter Prostituierten verkörperte, wurde Thieles bevorzugte Schauspielerin. Mit ihr sollte er insgesamt elf Filme drehen. Mit der fortschreitenden Liberalisierung wurde auch das Werk Thieles immer freizügiger, bis er endgültig in die Niederungen des Softpornos abrutschte ("Grimms Märchen von lüsternen Pärchen", "Der scharfe Heinrich").
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