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Wayne Wang
© Senator Film Verleih

Wayne Wang

Geboren 12. Januar 1949
Beruf Schnitt, Regisseur, Drehbuch, Produzent
Links IMDB

Wayne Wang: News

Das offizielle Plakat zur Berlinale 2009

Henning Mankell komplettiert Berlinale

Oscarpreisträgerin Tilda Swinton übernimmt den Vorsitz der Wettbewerbsjury bei der Berlinale 2009. Zur Seite stehen ihr unter anderem Bestsellerautor Henning Mankell und der... mehr

Wayne Wang: Filmografie

Der Seidenfächer

Drama China 2011
Regie

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Chinatown Film Project

Biographie USA 2009
Regie

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The Princess of Nebraska

Drama USA 2007
Regie

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Mr. Shi und der Gesang der Zikaden

Drama USA 2007
Regie, Produzent

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Noch einmal Ferien

Abenteuer USA 2006
Regie

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Winn Dixie - Mein zotteliger Freund

Familienfilm USA 2005
Regie

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Manhattan Love Story

Romanze USA 2002
Regie

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Macht der Begierde

Romanze USA 2001
Regie, Produzent, Drehbuch

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Überall, nur nicht hier

Komödie USA 1999
Regie

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Chinese Box

Romanze Frankreich 1997
Regie, Produzent, Drehbuch

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Smoke

Komödie USA 1995
Regie

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Blue in the Face - Alles blauer Dunst

Komödie USA 1995
Regie, Drehbuch

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Töchter des Himmels

Romanze USA 1993
Regie, Produzent

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Life Is Cheap... But Toilet Paper Is Expensive

Komödie USA 1989
Produzent (Ausführender Produzent), Drehbuch, Regie

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Eine Tasse Tee für die Liebe

Romanze USA 1989
Regie

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Dim Sum Take Out

Kurzfilm USA 1988
Regie

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Vita

Am 12. Januar 1949 in Hongkong geboren, emigriert Wayne Wang mit 18 Jahren in die USA, wo er in Oakland am California College of the Arts and Crafts Film studiert. Nach seinem im Kino aufgeführten Abschlussfilm "A Man, a Woman, and a Killer" (1975) kehrt er nach Hongkong zurück. Seine Anstellung beim dortigen Fernsehsender, wo er einige Episoden einer populären Serie inszeniert, muss er aufgrund künstlerischer Differenzen aufgeben. Wang geht wieder in die USA, um in San Francisco als Sozialarbeiter zu arbeiten. Diese Wanderung zwischen den Kulturen prägt nicht nur Wangs Persönlichkeit, sondern auch seine künstlerische Handschrift. 'Manchmal fühle ich mich wie ein Alien, ein Wanderer zwischen den Welten, wurzellos', äußerte Wang im Interview mit dem Film-Dienst. 'Wahrscheinlich verfüge ich über die Wandlungsfähigkeit eines Chamäleons, was auch Vorteile mit sich bringt. So kann ich mir die besten Seiten der Chinesen, Briten und Amerikaner herauspicken; die schlechten verstecke ich ganz diskret. Ich bin ein Produkt unserer Zeit: 'global', aber kein 'Global Player''.

Wangs erste Filme kreisen um die Erfahrung von Immigranten und ihrem Irrungen in der neuen Welt. "Chan ist verschwunden" (1982) handelt von zwei chinesischen Taxifahrern in San Francisco, die auf der Suche nach einem Schuldner mit einer ihnen fremden Kultur konfrontiert werden. Auch die zwei Jahre später entstandene Komödie "Dim Sum - Etwas fürs Herz" ist in San Francisco angesiedelt und handelt von einer Witwe, die ihre Tochter zur Heirat drängt. Bereits in diesem Film ist der Einfluss Yasujiro Ozus auf Wangs filmische Ästhetik deutliche zu spüren. Wie das Werk des japanischen Filmemachers handelt auch "Dim Sum" vom Konflikt zwischen den Generationen, zwischen Tradition und Moderne, Anpassung und Bewahrung der eigenen Identität. Auch Wang bevorzugt die minimalistische, meditative Erzählweise, die sich auf die Charaktere und das Zwischenmenschliche einlässt sowie die Poesie der einfachen Dinge und des Alltages sichtbar macht.

Den Höhepunkt dieser reduzierten Ästhetik erreicht Wang mit der Adaption einer Kurzgeschichte von Paul Auster, die er mit dem Autor gemeinsam inszeniert. "Smoke" (1995) handelt von einem Tabakladenbesitzer, dessen Geschäft zum Treffpunkt unterschiedlicher Existenzen wird, wo über die kleinen und großen Dinge des Lebens philosophiert wird. Ohne sich einer geschlossenen Erzähldramaturgie verpflichtet zu fühlen, besteht der einfühlsame Film aus einer Aneinanderreihung von Episoden und Geschichten, die um Themen wie Freundschaft, Liebe und die Schönheit des Lebens kreisen.

'Ich bin ein minimalistischer Filmemacher, ohne Drang zu politischen oder sehr dramatischen Filmen. Außerdem bin ich ein glühender Verfechter des Independent-Kinos', so Wang im Film-Dienst. Dennoch inszeniert er im Laufe seiner Karriere immer wieder auch publikumswirksame Genrefilme wie die Romanze "Manhattan Love Story" (2002) mit Jennifer Lopez und Ralph Fiennes sowie die Komödien "Winn Dixie - Mein zotteliger Freund" (2005) und "Noch einmal Ferien" (2006). Doch sind diese Filme weniger Herzensangelegenheit, als vielmehr das Produkt eines neugierigen Regisseurs, der stets auf der Suche nach neuen Erfahrungen ist. Was als Widerspruch anmutet, ist der Ausdruck einer Persönlichkeit, die sich nirgends Zuhause fühlt und doch jeden neuen Lebensraum in sich aufsaugen will.

Trotz frustrierender Erfahrungen in der Filmbranche Hollywoods, wo er sich 'ziemlich verloren fühlt' (Film-Dienst), dreht Wang neben persönlichen weiterhin konventionelle Genrefilme, die nur schwer eine Handschrift erkennen lassen. So lässt er nach dem von der Kritik gefeierten "Mr. Shi und der Gesang der Zikaden" (2007) vier Jahre später das formal zwar ambitionierte, aber allzu emotionalisierende Melodram "Der Seidenfächer" folgen.
Wayne Wang am Set

Wayne Wang: Interview

Weltenbummler Wayne Wang

Wayne Wang ist ein Wanderer zwischen den Welten. In Hongkong geboren, als Teenager in die USA ausgewandert, fühlt er sich beiden... mehr

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