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Daniel Day-Lewis (Berlinale 2008)
Daniel Day-Lewis setzt Akzente

Schlagfertiger Straßenjunge

Daniel Day-Lewis hat schon als kleiner Junge gelernt, verschiedenste Dialekte perfekt zu imitieren. Dieses Talent brachte im damals Freunde und später eine Perspektive als Schauspieler. Doch etwas anderes hilft ihm in seinem Job noch mehr: Er nimmt seine Rollen lange vor Drehbeginn an und legt sie auch nach Drehschluss nicht so schnell ab. So kann es passieren, dass man ihn beim Tiere häuten im Wald erwischt, so etwa beim Dreh zu "Der letzte Mohikaner" geschehen, oder beim Messerschleifen, wie bei seiner Vorbereitung zu "Gangs Of New York".
Von  Indra Fehse/Filmreporter.de, 11. Februar 2008

Daniel Day-Lewis in "There Will Be Blood"

Daniel Day-Lewis in "There Will Be Blood"

Daniel Day-Lewis' Weg ins Showbusiness wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. Seine Mutter Jill Balcon war ebenfalls vom Fach. Sie war die Tochter von Sir Michael Balcon, dem Inhaber des angeblich ältesten Filmstudios der Welt, dem Ealing Studio in London. Vater Cecil Day-Lewis war ein erfolgreicher britischer Autor. Auch seine ältere Schwester Tamasin Day-Lewis schaffte es als Dokumentarfilmerin in die Branche. Schon als kleiner Junge begann Day-Lewis seine Schauspielleidenschaft auszuleben. Zwei Jahre nach seiner Geburt zogen seine Eltern nach Greenwich, einem Stadtteil im Südosten Londons. Um unter den anderen Kindern nicht aufzufallen, imitierte Day-Lewis ihren Dialekt - und konnte diesen schon bald in Perfektion.

Day-Lewis auf der Berlinale-Premiere von "There will be Blood"

Day-Lewis auf der Berlinale-Premiere von "There will be Blood"

Bereits vor der Pubertät geriet Day-Lewis auf den Straßen Londons in Schwierigkeiten. Er wurde beim Stehlen erwischt und beging andere Vergehen. Seine Eltern fackelten nicht lange und steckten ihn kurzerhand in ein Internat in Kent. Obwohl er die Schule über alle Maßen hasste, war sie doch die Institution, die ihn mit seinen größten Leidenschaften zusammen brachte: der Schauspielerei und der Arbeit mit Holz. Im Alter von 14 Jahren ergatterte Day-Lewis seine erste Filmrolle, für die er sich von seiner rebellischen Persönlichkeit gar nicht weit entfernen musste. Er verkörperte in John Schlesingers Drama "Sunday Bloody Sunday" einen jungen Vandalen. Für seinen nicht einmal einminütigen Auftritt erhielt er eine Gage von zwei Pfund, wurde aber nicht im Abspann genannt. Trotzdem genoss er seine erste Arbeit als Schauspieler, da er teure Autos zerstören durfte und dafür sogar bezahlt wurde.

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