© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
Morgan Freeman: Stiller Abenteurer
Lieber filmen als fliegen
Mit der warmen Stimme und seinem zurückgenommenen Spiel hat sich
Morgan Freeman allmählich in die erste Riege von Hollywoods Filmstars eingeschlichen. 2005 bekommt er für "
Million Dollar Baby" dann auch den Oscar, auf den er Jahre gewartet hat. Kein Grund, sich zurückzulehnen. Der ehrgeizige Schauspieler aus Memphis sucht die Herausforderung. Ob durch extravagante Hobbys, als Unternehmer oder Darsteller: immer wieder wagt Freeman sich auf unbekanntes Terrain und geht neue Wagnisse ein.
© Universal
Wanted
Letztlich verdankt er die lange Karriere seiner Abenteuerlust. Anstatt nach vierjährigem Dienst in der US Air Force eine Pilotenausbildung zu machen, entschließt sich der junge Draufgänger 1959, sein Glück auf der Bühne zu suchen. Später wird er zugeben, dass er schon als Kind mit glasigen Augen im Kino saß, und werden wollte wie sein großes Idol -
Gary Cooper. Also tritt er Anfang der 1960er Jahre in verschiedenen Theaterstücken und Musicals am Broadway auf. Seine erste Hauptrolle spielt er in "Niggerlovers". Damit beginnt nicht nur eine eindrucksvolle Karriere als Schauspieler, sondern auch Freemans dauernde Auseinandersetzung mit der Rassendiskriminierung in den USA. Von "
Miss Daisy und ihr Chauffeur" über "
Glory" bis hin zu "
Amistad" wirbt er mit seiner Arbeit immer wieder für das Verständnis zwischen Schwarzen und Weißen.
© Buena Vista International (Germany)
Morgan Freeman in: Bruce Allmächtig
Bürgerrechtler wider Willen
Dabei hat der Mann, der sich für den schwarzen Präsidentschaftskandidaten
Barrack Obama engagiert, und für eine Änderung der Fahne seines Heimatstaates Mississippi, die immer noch die konföderierte Kriegsflagge enthält, häufig umstrittene Ansichten darüber, wie Rassismus am besten zu bekämpfen sei. So lehnt er die Feierlichkeiten zum "Black History Month" mit der Begründung ab, dass die Geschichte der Schwarzen gesamtamerikanische Geschichte sei. Wenn man wolle, dass keine Unterschiede mehr zwischen den Menschen gemacht würden, müsse man aufhören, über solche Unterschiede zu sprechen. In einem Interview verlangt Freeman von seinem Gesprächspartner
Mike Wallace: "Hören Sie auf, mich einen Schwarzen zu nennen und ich werde aufhören, Sie einen Weißen zu nennen."