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Isabella Rossellini in "Das Fest des Ziegenbocks"
Zwischen Porno und Gesichtscrème

Isabella Rossellini: das Skandalkind

Sie ist das Mensch gewordene Ergebnis einer skandalösen Liebe. Im prüden Nachkriegseuropa der 1950er Jahre löst die Beziehung zwischen der schwedischen Schauspielerin Ingrid Bergman und dem gewagten Regisseur Roberto Rossellini eine Welle der bigotten Empörung aus. Bergman verlässt ihren damaligen Ehemann und ihre Tochter, um den Pionier des neorealistischen Kinos zu heiraten. Als Isabella Rossellini 1952 auf die Welt kommt kriegt die vermeintlich sittliche Verfehlung ein wunderschönes Gesicht. Kein einfacher Start ins Leben, zumal sich ihre Eltern bald trennen und sie selbst schwer erkrankt.
Von  Timo Buschkämper/Filmreporter.de,  8. November 2008

Isabella Rossellini in "Das Fest des Ziegenbocks"

Isabella Rossellini in "Das Fest des Ziegenbocks"

Holpriger Beginn
Unter Skoliose versteht man die schmerzhafte seitliche Verbiegung der Wirbelsäule, die nicht mehr vollständig gerichtet werden kann. Langwierige Behandlungsphasen, um die Symptome zu lindern, prägen die Kindheit der kleinen Isabella. Nach der Schulzeit besucht sie zunächst eine Modeakademie in Rom, ist für ihren Vater als Kostümdesignerin tätig und schreibt für eine italienische Frauenzeitschrift. Mit ihrem Engagement für das Recht auf Abtreibung nimmt sie frühzeitig eine offensive Haltung in einer Debatte ein, welche die damalige italienische Öffentlichkeit tief spaltet.

Für das Englischstudium zieht sie 1972 nach New York und heuert dort als Auslandskorrespondentin für das italienische Staatsfernsehen RAI an. Bei einem Interviews für den Sender lernt sie den italo-amerikanischen Regisseur Martin Scorsese kennen und lieben. Das Paar heiratet im Jahr 1979.

Isabella Rossellini ("The Saddest Music in the World")

Isabella Rossellini ("The Saddest Music in the World")

Erste Filmrollen und Kosmetika
In Vincente Minnellis "Nina - Nur eine Frage der Zeit" debütiert Rossellini 1976 vor der Kamera. Drei Jahre später spielt sie ihre erste Hauptrolle in "Die Wiese" der Gebrüder Taviani. Die Publikumsresonanz ist ernüchternd und die Schauspielerin sucht verunsichert nach einem neuen beruflichen Standbein. Sie widmet sich fortan verstärkt dem Modelldasein - mit herausragendem Erfolg. Ein Titelfoto für die amerikanische Modezeitschrift Vogue bringt ihr 1982 die höchste Aufmerksamkeit und dem Blatt Rekordauflagen. Ein Werbevertrag mit dem französischen Kosmetikhersteller Lancôme wird Isabella Rossellini in der Folge zum bestbezahlten Mannequin der Welt machen.

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