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No Country For Old Men
Tommy Lee Jones in Texas

Von Harvard nach Hollywood

Es war ein guter Tag für Hollywood. Zwei Stars werden am 15. September 1946 geboren: Oliver Stone und Tommy Lee Jones. Während der eine in New York zur Welt kommt und Regisseur wird, wächst der andere in der Provinz auf - in Texas. Ein echter Texaner wird Tommy Lee Jones auch stets bleiben. Der Vater - wie sollte es in dem kargen Land anders sein - arbeitete auf einem Ölfeld. Tommy half während seiner Jugend häufig aus. Wenn er heute zurückkehrt, tut er es als ein gemachter Mann, als Schauspieler und Rinderzüchter.
Von  André Weikard/Filmreporter.de,  8. Dezember 2008

No Country for Old Men

No Country for Old Men

Tommy Lee Jones stammt aus einer alteingesessenen texanischen Familie. Acht Generationen haben ihr Leben bereits im "Lone Star State" verbracht, eine seiner Großmütter war Indianerin. Vielleicht liegt es an der Mentalität dieser Menschen, dass der junge Tommy Lee sich so verbissen erkämpft, wovon er träumt. Als erfolgreicher Football-Spieler bekommt er ein Stipendium für die Eliteschule St. Mark's School of Texas. Später besucht er die Harvard-Universität und schließt mit Auszeichnung in Englischer Literatur ab. Dem Multitalent wird bald ein Profivertrag bei den Dallas Cowboys angeboten. Doch Tommy Lee Jones hat eine andere Leidenschaft: das Schauspiel. Kommilitone Erich Segal schreibt gerade an dem Drehbuch des Liebesdramas "Love Story" und vermittelt Tommy Lee Jones eine kleine Rolle. Nach Angaben Segals steht der Schauspielanfänger gemeinsam mit seinem Zimmergenossen, dem späteren Vizepräsidenten Al Gore, Pate für den Hauptcharakter des Films, Oliver. Der Einstieg ist dem Selfmademan aus dem Süden geglückt.

Tommy Lee Jones in "Der Herr des Hauses"

Tommy Lee Jones in "Der Herr des Hauses"

Tommy Lee Jones hat nie eine Schauspielschule besucht und findet sich nun auf dem Broadway wieder. Zehn Tage nachdem er seinen Abschluss in Harvard überreicht bekommt, steht er mit Maximilian Schell in "A patriot form me" auf der Bühne. Seine Filmkarriere stagniert Anfang der 1970er Jahre erstmals. Als Dr. Mark Toland tritt Jones 1971 bis 1975 in der Seifenoper "One life to live" auf. Erst ein Umzug nach Los Angeles gibt seiner Karriere neue Impulse. Er wird zunächst meist in Action-Filmen besetzt, erst später wird sein minimalistisches Spiel auch für andere Genres entdeckt. Oft sind seine Figuren schweigsam, bisweilen mürrisch. Und doch gelingt ihm der große Publikumserfolg mit einer Komödie - "Men in Black". Die abgedrehte Komödie über zwei Alien jagende Agenten in schwarzen Anzügen bekommt schnell Kultstatus und Tommy Lee mit ihr. Der Karrieresprung, den der Film für den zu diesem Zeitpunkt 50-Jährigen bedeutet, lässt sich an seiner Gage ablesen. So erhält der Schauspieler für seinen Auftritt in "Men in Black" sieben Millionen Dollar. Für die Fortsetzung "Men in Black 2" bereits über 20 Millionen.

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