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Umtriebiger Star ohne Allüren
Workaholic James Franco
James Franco gehört zu Hollywoods fleißigsten Stars. Er dreht jedes Jahr drei bis vier Filme. Nach den "
Spider-Man"-Comicverfilmungen kann er sich seine Rollen aussuchen und arbeitet bevorzugt mit Regisseuren, die er bewundert. Mit seiner Freundin
Ahna O'Reilly ist er seit April 2006 glücklich liiert. Das Paar hält sich von der Klatschpresse fern, denn Franco hat auch so genug zu tun. Neben der Schauspielerei studierte er, schreibt und ist als Maler erfolgreich.
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James Franco trägt das Gedicht "Howl" vor
Bedürfnisse befriedigen
James Franco hat sich nicht in den Strudel aus Selbstgefallen reinziehen lassen, der in Hollywood vorherrscht. Er ist sich seiner Rolle bewusst, wie er im Interview mit der
Frankfurter Rundschau offenbart: "Seien wir ehrlich, als Schauspieler befriedige ich nur die Bedürfnisse des Regisseurs. Film ist eine Regie-Kunst." Das reicht ihm aber nicht. Franco ist selbst ein kreativer Geist. Er führt Regie, malt und schreibt Gedichte. Ursprünglich will er nicht Schauspieler werden. Nach der Schule schreibt er sich an der
University of California in Los Angeles (UCLA) in Anglistik (englische Sprache und Literaturwissenschaften) ein. Den Schauspielkurs belegt er eigentlich nur, um gegen seiner Schüchternheit anzukämpfen. Doch er hat Blut geleckt. Nach nur einem Jahr schmeißt er die Uni, um sich ganz auf das Schauspiel zu konzentrieren.
15 Monate lässt er sich jetzt am
Playhouse West von
Robert Carnegie ausbilden. Und dann macht er sein Glück in Hollywood. Seine erste größere Rolle hat Franco 1999 in der Comedy-Serie "
Voll daneben voll im Leben". Während der Dreharbeiten lernt er die Komiker-Clique um
Judd Apatow und
Seth Rogen kennen, mit denen er in den folgenden Jahren immer mal wieder zusammenarbeitet. Mal in witzigen Cameo-Auftritten wie in "
Beim ersten Mal" und "
The Green Hornet (3D)" oder auch in größeren Rollen wie als kiffender Drogendealer in "
Ananas Express". Seinen ersten großen Erfolg gelingt ihm 2001 mit der Hauptrolle in dem Fernsehfilm "James Dean - Ein Leben auf der Überholspur", für die er mit dem
Golden Globe ausgezeichnet wird. Nur ein Jahr später ist er als
Tobey Maguires Widersacher Harry Osborn in "
Spider-Man" auf der Leinwand zu sehen. Mit der Rolle, die er insgesamt drei Mal spielen wird, gelingt ihm der internationale Durchbruch.
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Howl - Das Geheul
Spider-Man-Widersacher wird schwuler Dichter
Nicht nur große Blockbuster-Rollen haben es Franco angetan. Er ist immer wieder auf der Suche nach Figuren, die ihn fordern. Besondere Aufmerksamkeit erregte seine Darstellung in
Gus van Sants Biopic "
Milk". In dem Drama spielte er
Harvey Milks (
Sean Penn) Freund, Amerikas erstem Politiker, der sich öffentlich zu seiner Homosexualität bekennt. James Franco wird dafür unter anderem mit dem
Independent Spirit Award für die beste männliche Nebenrolle ausgezeichnet.
In "
Howl - Das Geheul" spielte er 2010 erneut einen schwulen Protagonisten. Poet
Allen Ginsberg wird in den 1960er Jahren zu einer Ikone der Beat-Generation. Dessen Gedicht "Howl" sorgt in den USA für einen Skandal und bringt den Dichter wegen seiner angeblichen Anzüglichkeit vor Gericht. Die amerikanischen Medien würdigen zwar auch James Francos künstlerische Arbeit, konzentrierten sich aber vornehmlich darauf, dass ein talentierter Jungschauspieler in so kurzer Zeit, zwei Schwule verkörpert hat. James Franco mag es nicht, wie die Thematik in den Medien präsentiert wird: "Niemand würde sagen, dass es ihn stört, aber die Schlagzeilen lauten dann: Franco - Hollywoods schwulster Heterodarsteller. Das ist eine gewisse Art von Zensur. So werden diese Filme klein gemacht", ärgert er sich im Februar 2010 im Interview mit
Filmreporter.de.