© Pietro Pesce/Ricore Text
Ich kann nichts anderes als Filme machen
Barcelona liebt Woody Allen
Woody Allen gilt nicht umsonst als einer der herausragenden Regisseure unserer Zeit. All seine Filme tragen eine unverkennbare Handschrift. Man muss sie nicht mögen, aber etwas Besonderes ist ihnen allen gemein. In "
Vicky Cristina Barcelona" geht es um eine Dreiecksgeschichte.
Penélope Cruz,
Scarlett Johansson und
Javier Bardem spielen dabei die Eckpunkte. Auf dem Filmfest in San Sebastián stellte sich der Regisseur unseren Fragen.
© Jean-François Martin/Ricore Text
Woody Allen in Cannes
Ricore: Ist Ihr Bild des spanischen Machos, eines Frauenhelden, wie Sie Ihn in "Vicky Cristina Barcelona" zeigen, nicht ein wenig utopisch?
Woody Allen: Mein Eindruck ist, dass alle spanischen Männer soviel Sex bekommen, wie sie wollen. Und das ist ja auch das Thema des Films. Mehr kann ich dazu nicht sagen.
Ricore: War es etwas Besonderes für Sie, in Spanien zu arbeiten?
Allen: Ich habe mich natürlich sehr gefreut, als ich gefragt wurde, ob ich einen Film in Barcelona drehen will. Ich wollte das tatsächlich, denn es gibt hier wunderschöne Plätze. Meine Familie und ich verbrachten hier wunderbare drei Monate. Es gibt natürlich viele tolle Städte auf der Welt, aber Barcelona hat etwas Besonderes. Wir hatten aber auch eine einzigartige Crew, einen tollen Kameramann und tolle Kostümbilder. So war es alles in allem eine sehr schöne Erfahrung. Wenn ich die geeignete Idee hätte, würde ich es noch mal so machen. Ich verbinde schöne Erfahrungen mit meiner Arbeit in Barcelona.