© Universal Pictures (UPI)
"Habt Spaß in Euren Beziehungen!"
Vince Vaughn gibt Lebenstipps
Lange Zeit galt er als Womanizer, hatte Affären mit zahlreichen Hollywoodschönheiten und ließ auch sonst nichts anbrennen. Nun aber hat sich sein Image verändert. Ist
Vince Vaughn erwachsener geworden? Er spricht von Heirat und Kindern, von All-Inclusive-Urlaub und den dazugehörigen All-You-Can-Eat-Buffet. Wir haben uns natürlich gefragt, was ist mit dem ewigen Junggesellen bloß passiert? In Hamburg stand uns Vaughn Rede und Antwort und überraschte uns dabei mit so manchen Details seines Privatlebens.
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Vince Vaughn
Ricore: Wie war es, mit so engen Freunden zusammenzuarbeiten?
Vince Vaughn: Es war großartig. Der einzige Grund sie anzuheuern war, dass sie mir alle Geld schuldeten (lacht). Ich wusste, wenn ich sie im Film unterbringe, können sie später nicht sagen, sie hätten kein Geld. Im Ernst, mit Regisseur
Peter Billingsley und Drehbuch-Coautor
Jon Favreau arbeite ich schon seit längerem zusammen und wir haben uns schon mehrfach gegenseitig unterstützt.
Ricore: Wie wichtig ist Freundschaft im Filmgeschäft?
Vaughn: Auch Freunde können anderer Meinung sein. Es ist generell wichtig mit Menschen zusammenzuarbeiten, für die der Begriff Respekt keine Floskel ist. Das unterscheidet sich nicht so sehr von anderen Berufen. Überall findet man Menschen mit denen man zurechtkommt und solche, die man weniger mag. Das ist nichts Außergewöhnliches.
Ricore: Hatten Sie bestimmte Namen im Kopf, als Sie das Drehbuch geschrieben haben?
Vaughn: Jon Favreau und ich hatten uns schnell auf
Jason Bateman und
Faizon Love festgelegt. Faizon hat noch nicht in vielen Großproduktionen mitgewirkt und ist eher der afroamerikanischen Gemeinschaft bekannt. Aus diesem Grund fand ich die Rolle für ihn interessant. Wir wollten zudem witzige aber gleichzeitig ernsthafte Schauspielerinnen für den Film. Passive Frauenfiguren finde ich nicht spannend, es muss eine gewisse Dynamik zu spüren sein - das gilt übrigens auch für männliche Schauspieler. Mit
Kristen Bell und
Malin Akerman haben wir eine gute Auswahl getroffen.
Ricore: In "All inclusive" geht es um Ehepaare und deren Zusammenleben. Wie viel persönliche Erfahrung steckt im Drehbuch?
Vaughn: Natürlich steckt immer etwas Persönliches in einer Rolle, aber primär mache ich Filme für das Publikum. Die Menschen sollen sich darin wiedererkennen. Mir geht es darum, bekannte Dinge in einen außergewöhnlichen Kontext zu bringen. Manchmal vergisst man im Zusammenleben mit anderen, wie außergewöhnlich und einzigartig eine Liebesbeziehung sein kann. Die meisten sind mit ihrem eigenen Leben zu beschäftigt und wissen es nicht mehr zu schätzen, mit jemandem liiert zu sein. Sie nehmen sich immer weniger Zeit füreinander und entfremden sich zusehends. Man soll Spaß miteinander haben und einander genießen, so lautet die Botschaft von "All Inclusive".