© ARD/Degeto
"Ich muss hier raus!"
Hardy Krüger jr. liebt Freiheit
Hardy Krüger Jr.. hat sich mit TV-Rollen mittlerweile etabliert. Im Schatten seines großen Vaters
Hardy Krüger war dies nicht einfach. Nun flimmert er als gutaussehender Verführer oder bodenständiger Förster durch diverse Serien und manchen Spielfilm. In einem aufschlussreichen Gespräch vermittelt uns der 41-Jährige nicht nur, warum Frauen besser zu Hause bleiben und die Kindererziehung übernehmen sollen, sondern auch warum zu viel Arbeit zu einem Burn-Out-Syndrom führen kann.
© ARD/Degeto
Traumpaar Eva Herzig und Hardy Krüger Jr. in "Paulas Traum"
Ricore: Sie haben in Österreich im schönen Gmunden gedreht. Haben Sie einen besonderen Bezug zu Österreich und den Bergen?
Hardy Krüger Jr.: Ja, meine Frau kommt aus Österreich und meine Schwiegermamma aus Gmunden. Sie hat in der Backstube, in der wir gedreht haben, früher ihre Brausestangen gekauft.
Ricore: Sie haben durch "Forsthaus Falkenau" viel Kontakt zur Natur. Sind Sie eher ein Naturbursche oder doch eher Stadtmensch?
Krüger Jr.: Ein Mensch, der im größten Zoo der Welt aufgewachsen ist, nämlich in Afrika, der hält es in der Stadt nicht aus. Ich habe zwar in der Stadt gelebt, in New York, Los Angeles und Berlin, aber ehrlich gesagt, fühle ich mich in der Natur am wohlsten. Es ist natürlich toll, wenn man dort arbeiten kann, wo man sich am wohlsten fühlt. Vorhin waren wir hier unten im Tonstudio und haben Interviews gegeben, im Keller - ohne Fenster. Da habe ich gedacht, ich würde hier durchdrehen. Ich muss raus. Es ist natürlich auch schön, wenn man an einem See drehen kann. Ich liebe Seen. Ich wohne selbst am See. Habe auch ein Boot, segle gerne und bin gerne am Wasser. Das war ein Grund, warum ich gesagt habe, tolle Geschichte, das gefällt mir. Es gab auch einige Gemeinsamkeiten und ich habe eine tolle Kollegin wie
Eva Herzig. Deshalb wollte ich den Film machen.
Ricore: Sie haben früher in der Serie "Gegen den Wind" einen Windsurfer gespielt. Gehen Sie manchmal noch Surfen?
Krüger Jr.: Wenn es die Gelegenheit gibt und der Wind gut ist, dann stelle ich mich schon mal drauf und surfe ein paar Runden. Aber ansonsten habe ich keine Zeit. Bei Leuten, die mir erzählen, sie waren golfen, denke ich mir, woher nehmt ihr bitte die Zeit? Da braucht man ja mindestens drei Stunden, damit es sich überhaupt lohnt. Wenn ich mal zum Laufen komme, bin ich schon froh. Das wäre mir zu viel Action mit dem Material, die Zeiten sind vorbei. Wenn ich Sport mache, dann gleich. Dann will ich meine Schuhe anziehen und loslaufen.