Interview

Salma Hayek: Sexy wie immer!
Hübsch und sexy trotz Vollbart

Salma Hayeks Männlichkeit

Schon als "Frida" bewies die hübsche Mexikanerin Salma Hayek keine Scheu vor Gesichtsbehaarung. In der Fantasykomödie "Mitternachtszirkus - Willkommen in der Welt der Vampire" geht sie einen Schritt weiter: In Momenten großer Ekstase wächst Hayek ein überaus sinnlicher Vollbart. Ihrem Baby habe dies nichts ausgemacht, so Hayek. Sie verrät außerdem, wie es schwangere Frauen schaffen, sich trotz Übergewicht und geschwollenen Wangen hübsch und sexy zu finden. Welche Rolle Schauspielkollege John C. Reilly dabei spielt, lesen Sie in unserem Interview.
Von  Julia Manfredi/Filmreporter.de, 12. Januar 2010

Mitternachtszirkus - Willkommen in der Welt der Vampire

Mitternachtszirkus - Willkommen in der Welt der Vampire

Ricore: Sie tragen in "Cirque du Freak" ein wunderbar verführerisch rotes Kleid.

Salma Hayek: Es gibt einige umwerfende Kostüme im Film. Sie haben fantastische Arbeit geleistet. Der Film war eine große Herausforderung. Was ich am meisten mochte war, dass die Kostümdesigner intensiv mit einem gearbeitet haben. Wir waren mit unseren Figuren alle ein wenig pingelig. Wir wollten cool aussehen und echte Charaktere schaffen. John C. Reilly war sehr ernsthaft bei der Sache. Das muss man auch sein. Man kriegt so selten eine Rolle, aus der man etwas Großes und Theatralisches machen kann, das einen eigenen Look und eine eigene Welt hat. Es war sehr aufregend, daran zu arbeiten.

Ricore: Mögen Sie Vampire? Salma

Hayek: Vampire faszinieren mich nicht besonders. Das ist die Ironie daran. Ich war schon einmal ein Vampir in einem Film, in einem anderen habe ich mich in einen Vampir verliebt, und trotzdem faszinieren mich Vampire nicht besonders. Aber ich liebe dieses Skript. Das lag nicht daran, dass es um Vampire ging. Ich fand das Konzept der Zirkusfreaks viel interessanter, vielleicht weil es darüber wenig Filme gibt. Ich mag interessante Charaktere. Mir gefiel auch die Idee, dass es ein Film für ein jüngeres Publikum ist, der die Charaktere aber nicht klischeehaft vorführt. Er respektiert ihre Einzigartigkeit. Er schreibt dem Publikum nicht vor, was sie zu denken haben. Er gibt Raum verschieden Dinge auf verschiedene Weise zu sehen. Ich fand ihn sehr klug und erfrischend, deshalb war ich davon so angetan. Dass es ein Vampir-Projekt war, war eher Zufall. Zufälligerweise hatte ich wieder eine seltsame Gesichtsbehaarung. Das war für mich bereits das dritte Mal in einem Film.

Ricore: Haben Sie Tipps, wie man sich einen Bart wachsen lässt und wie man ihn pflegt?

Hayek: Dampf ist sehr wichtig, um die Haarwurzeln zu erwischen. Es ist wichtig, am Abend vor der Rasur nicht zu viel Alkohol zu trinken, damit die Hand nicht zu sehr zittert und man sich selbst schneidet. Und manchmal ist es wichtig, einfach alles wachsen zu lassen und sich mit all dem Haar zu akzeptieren.

Ricore: Hat Ihre Tochter Sie mit Make-up und Bart gesehen?

Hayek: Ja, sie hat mich mit dem Bart gesehen, aber sie verstand, dass es Make-up war. Zu dem Zeitpunkt war sie gerade sieben Monate alt. Sie ist aber nicht ausgeflippt, wenn Sie das meinen. Ich habe ihr den Prozess des Filmemachens erklärt und sie schien begeistert zu sein. Sie wusste, dass sie das nicht berühren durfte, da es sonst zerstört wird. Die andere Möglichkeit war, dass ich meine Kleine den ganzen Tag nicht gesehen hätte, und das wollte ich nicht. Den Bart musste ich nämlich den gesamten Tag drauf lassen und konnte ihn nicht abnehmen.

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