© United International Pictures (UIP)
Renée Zellweger mit gesundem Körpergefühl
Ich fühle mich nicht wie ein Filmstar!
Wenn eine Hollywoodschauspielerin freiwillig zum zweiten Mal 25 Kilo zunimmt, muss die Rolle einiges zu bieten haben. Im Fall von
Renée Zellweger handelt es sich selbstverständlich um
Bridget Jones, Englands liebste Roman- und Filmfigur. In Beverly Hills erklärte uns die 35-Jährige, warum sich die körperlichen Strapazen gelohnt haben.
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Renée Zellweger ist auch mit 25 Kilo zusätzlichem Gewicht attraktiv.
Ricore: Mrs. Zellweger, bevor wir von Ihrem Gewicht sprechen, reden wir doch über Bridget Jones Gang. Sie watschelt wie eine Ente, sogar mehr als im ersten Film. War das Absicht?
Renée Zellweger: Sie haben es bemerkt! Ich legte dieses Mal besonderen Wert darauf. Bridget ist so rein und unbescholten, aber im Inneren fühlt sie sich so unsicher und tollpatschig. Sie versucht, beim Ausgehen elegant und stilsicher zu sein, aber im täglichen Leben ist sie nicht mit sich selbst beschäftigt. Sie ist total ehrlich, das finde ich an ihr so liebenswert. Ich finde das charmant. Ich wollte mit dem Gang zeigen, wie kindlich sie ist. Man findet nicht oft eine Rolle, bei der man äußerlich so gut zeigen kann, wie sie sich innerlich fühlt.
Ricore: Welchen Einfluss hatte die Rolle auf Ihre eigene Einstellung zur Mode?
Zellweger: Dank meiner Gewichtszunahme konnte ich all die tief geschnittenen Kleider tragen! (lacht) Ich war begeistert, dass ich diese Kleider vorne ausfüllen konnte! Jetzt bin ich wieder etwas schlanker und passe leider nicht mehr in mein wunderschönes blaues Golden-Globe-Kleid rein.
Ricore: Wo stehen Ihre Golden Globes und der Oscar?
Zellweger: In meinem Schlafzimmer, ich gebe es zu! Ich bin ja kaum zuhause, und wenn ich mal da bin, dann will ich sie sehen, wenn ich aufwache. In der Nacht nach der Verleihung stellte ich den Oscar direkt neben mein Bett. Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war er das erste, was ich sah. Und ich dachte: Oh, gut, ich hab ihn tatsächlich gewonnen - und auch nach Hause gebracht. (lacht)
Ricore: Beim ersten Film erzählten Sie, dass Sie mit dem Zunehmen Probleme hatten - war es diesmal besser?
Zellweger: Das Zunehmen an sich war weniger das Problem, eher die Art des Zunehmens - ich fraß einfach alles, was mir hingestellt wurde. Diesmal hatte ich einen Ernährungsspezialisten, und der wusste, wie ich essen musste, um nicht wie beim ersten Film soviel Energie zu verlieren. Diesmal war es weniger Eiscreme und mehr Salatdressings mit Erdnussöl statt Olivenöl. Was nicht heißt, dass ich nicht oft mit meinen Freunden in einer Pizzeria saß und nach der Pasta mit Knoblauchbrot auch noch eine nette fette Torte in mich reinstopft habe.