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Boxer und Gentleman...
...und Schauspieler Henry Maske
"Gentleman"-Boxer
Henry Maske feiert seine größten Erfolge in den 1980er Jahren als Amateur in der DDR. Nach der Wende will er trotz Zweifeln an der Zugkraft des Sports das Boxen im Westen etablieren und sorgt mit seinen Erfolgen als Profi für einen Box-Boom. Nach seinem Karriereende wechselt er erfolgreich in die Gastronomie. Jetzt betätigt sich der 46-jährige als Schauspieler und übernimmt in
Uwe Bolls "
Max Schmeling - Eine deutsche Legende" die Hauptrolle. Was ihn an seinem Sport über all die Jahre fasziniert hat und wie er einen wahren Gentleman definieren würde, verrät der Ex-Boxer im Gespräch mit
Filmreporter.de.
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Henry Maske in "Max Schmeling - Eine deutsche Legende"
Ricore: Wie haben sie sich auf den Dreh zu Max Schmeling vorbereitet?
Henry Maske: Sehr lange und intensiv. Boxerisch war es eine Umstellung, die Führungshand beim Spinning auf der anderen Seite zu haben, wie bei den meisten Boxern und zum anderen, sich auf den Charakter einzulassen. Schmeling war mir persönlich gut bekannt, nur war er da schon deutlich älter. Im Film wird Mitte der 1920er bis Mitte 40ern thematisiert. Deshalb musste ich nach Menschen suchen, die ihn in diesen Jahren erlebt haben. Dazu kam natürlich Schauspielunterricht.
Arved Birnbaum, mein Trainer hat sich da sehr viel Mühe gegeben.
Ricore: Wie waren die Dreharbeiten mit Regisseur Uwe Boll?
Maske: Sehr spannend, ich hab zwar schon einige Erfahrung mit Kameras gemacht, aber nicht in dieser Intensität. Die vielen verschiedenen Drehorten, angefangen bei dem Kurzaufenthalt auf Kreta, weiter über Kroatien, dann in die große Halle, sieben Tage nur boxen, das waren toll Erfahrungen.
Ricore: Entsprechen die Kritiken, die man so über Uwe Boll liest, der Wahrheit?
Maske: Wie sich Uwe Boll während Dreharbeiten verhält, darüber hab ich im Vorfeld nichts gelesen, eher über seine Regiearbeiten. Bei unserem Projekt haben wir beide Neuland betreten, aber er konnte mir vertrauen, weil ich mich erstens im Boxsport gut auskenne und weil ich Schmeling besser kannte, als er. Als Regisseur hab ich ihm vollkommen vertraut und das aus dem Nachhinein betrachtet auch zu Recht.
Ricore: Wie würden sie ihr Verhältnis zu Max Schmeling beschreiben?
Maske: Dass er mir damals die Freundschaft anbot, hat mich in vielem bestätigt, er hat mir vertraut und auch viel zugetraut. Er mochte mich und schätze die Momente die wir miteinander verbringen durfte, genau wie ich.