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Schauspielerei statt Jura
Anwalt Matthew McConaughey
Matthew McConaughey muss erneut vor Gericht. Nachdem er in "
Die Jury" einen Anwalt gespielt hat, übernimmt er auch im Thriller "
Der Mandant" die Verteidigung eines Angeklagten. Passenderweise hatte McConaughey vor seiner Schauspielkarriere die Absicht, Anwalt zu werden. Warum es doch anders kam, erläutert er im Interview mit
Filmreporter.de. Zudem erzählt uns der reisefreudige Schauspieler, wie er sich in der Fremde zurecht findet, obwohl er meist kein Wort versteht.
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Matthew McConaughey als Anwalt in "Der Mandant"
Ricore: Wie gefällt Ihnen Berlin?
Matthew McConaughey: Sehr gut. Wir hatten gestern einen wundervollen Tag und sind abends ausgegangen. Dabei haben wir eine tolle Band entdeckt und die ganze Nacht getanzt. Wenn man aus Amerika kommt, realisiert man nicht, dass diese Stadt in dieser Form - vereinigt nach dem Fall der Mauer - gerade mal 22 Jahre jung ist. Von dem zu urteilen, was ich lese und anhand der Leute, die mir begegnen, herrscht hier eine große Vitalität.
Ricore: Haben Sie diese Atmosphäre selbst gespürt?
McConaughey: Ja, ich weiß noch nicht, was es ausmacht. Doch eine gewisse Vitalität ist zu spüren. Es hat den Anschein, dass dieser Ort gerade aufblüht, was wirklich cool ist.
Ricore: Sie verreisen generell gerne, nicht wahr?
McConaughey: Ja, das Reisen war für mich die beste Form der Ausbildung. Ich ging zur Schule und habe an der Universität meinen Abschluss gemacht. Doch am stolzesten bin ich auf meinen Pass. Ich finde, dass es eines der besten Zeugnisse ist, um zu sehen, was man für ein Mann oder eine Frau ist - wo man gewesen ist und was man getan hat. Ich liebe es, zu reisen. Wenn man für Interviews umherreist, lernt man eine Kultur nicht wirklich kennen. Was ich eben über Berlin erzählt habe, ist unüblich bei Interview-Touren. Normalerweise ist man vor Ort, doch man erfährt nichts über die Leute, die dort leben.
Ricore: Wie ist es, wenn Sie privat verreisen?
McConaughey: Ich liebe es, an einen Ort zu reisen, an dem ich mich zunächst wie ein Außenseiter fühle. Nach etwa zwei Wochen und viel Frustration macht es dann auf einmal 'Klick' und man fühlt sich fast wie ein Einheimischer. Sobald ich das Gefühl verspüre, dass ich dort mein Leben verbringen könnte, weiß ich, dass es Zeit für mich ist, nach Hause zu gehen.