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"Komödie ist die Königsdisziplin"
Vielseitige Annette Frier
Annette Frier hat sich mit humorigen Fernsehsendungen wie "
Switch", "
Schillerstraße", "
Die Wochenshow" sowie der Serie "
Danni Lowinski" einen Namen gemacht. Als Komikerin betrachtet sich die Kölnerin deshalb noch lange nicht, verrät sie
Filmreporter.de am Set ihres neuen Films "
OmaMamia". Im Interview erzählt die 38-Jährige, warum die Innenräume der Münchner Residenz als Kulisse für die Komödie herhalten mussten. Außerdem berichtet sie über ihre Eindrücke von Rom und ihr Verhältnis zur Religion.
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OmaMamia
Ricore: Die Dreharbeiten von "OmaMamia" fanden zum Teil in der Münchner Residenz statt. Ist es gelungen, sie in eine römische Kulisse zu verwandeln?
Annette Frier: Oh ja, toll, wie wir Rom nach München gebracht haben.Die Residenz in München sieht der Vatikanstadt sehr ähnlich. Manchmal hatten wir das Gefühl, das die Sixtinische Kapelle in der Maxvorstadt ist. Ich habe übrigens letztens einen Film gesehen, wo ich danach sagte, dass man die Studioaufnahmen richtig erkennen würde. Tatsächlich war aber alles vor Ort gedreht...
Ricore: Ihre Filmpartnerin Marianne Sägebrecht sagte, dass in der Residenz auch in Räumen gedreht wurde, die für die Öffentlichkeit bisher nicht zugänglich waren?
Frier: Marianne als Münchnerin wird da schon genau Bescheid wissen. Insofern gehe ich davon aus, dass sie Recht hat.
Ricore: Sind Sie mal im Vatikan gewesen?
Frier: Ja.
Ricore: Können Sie nachvollziehen, dass man bei der Suche nach einer deutschen Vatikanstadt an die Münchner Residenz gedacht hat?
Frier: Ja, aber wir haben auch in Italien gedreht, z.B. wurden alle Außenaufnahmen der Vatikanstadt in Italien aufgenommen, nur die Innenaufnahmen fanden in der Residenz statt. Wenn man die Fresken im Film sieht, wird kein Mensch erkennen, dass sie in München und nicht in Italien gedreht wurden.
Ricore: Sind Sie gläubig?
Frier: Wie viele Menschen unserer Zeit habe ich ein ambivalentes Verhältnis zur Religion. Meine Mutter ist katholische Religionslehrerin. Interessanterweise war ich mit ihr und meinen Schwestern nach dem Tod meines Vaters in Rom. Diese Stadt hat etwas mit mir gemacht. Wenn man über einen bestimmten Ort spricht, ist es etwas ganz anderes, als wenn man selbst dort ist. Aber Ehrfurcht vor Orten und Städten habe ich normalerweise nicht.